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In Tibet werden die Tibeter verleitet, den Dalai Lama herabzusetzen

20.02.200817:39 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) China hat die Herzen und Gemüter der Tibeter infolge seiner repressiven Politik in Tibet gewiß nicht gewonnen, besonders wenn es sich um Fragen der Religionsfreiheit und der Loyalität zum Dalai Lama handelt. Aber die Chinesen scheinen Meister in der Kunst zu sein, die Öffentlichkeit zu hintergehen: Sie vermitteln den Eindruck, daß alle Tibeter voll und ganz hinter ihrer Tibet-Politik stehen und sich dem Dalai Lama und den Befürwortern von Unabhängigkeit oder Autonomie für Tibet heftig widersetzen.



Bei einer öffentlichen Versammlung im Dezember im Bezirk Lithang in der Präfektur Kandze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, wurden die Tibeter aufgefordert, ihre Hand zu heben, falls sie gegen die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet seien. Keiner tat den Behörden den Gefallen. Dies wurde von Reuters am 6. Januar unter Berufung auf Free Tibet Campaign (FTC) in London berichtet. Als nächstes wurden alle Bewohner von Lithang, die keine Waffen bei sich zu Hause haben, gebeten, ihre Hand zu erheben. Da es gesetzwidrig ist, Schußwaffen zu besitzen und diese vor kurzem bei einer Razzia samt und sonders konfisziert wurden, reckten natürlich alle ihre Hände nach oben. Von dieser Szene wurden umgehend Bilder gemacht, die an die staatlichen Medien mit der Behauptung geschickt wurden, nun sei der eindeutige Beweis erbracht, daß die Bewohner von Lithang nicht wollten, daß der Dalai Lama nach Tibet zurückkehre.

Im Dezember wurden Bedienstete der Gemeindeverwaltungen in den tibetischen Wohngebieten der Provinz Gansu zu einer Besichtigungstour durch das ganze Land auf Staatskosten eingeladen. Vorher wurden sie zu einer Sitzung nach Lanzhou, der Hauptstadt von Gansu, zitiert, wo sie im Namen der von ihnen vertretenen Einwohner eine Petition gegen die Rückkehr des Dalai Lama unterzeichnen mußten. Ein alter Mann aus der Ortschaft Amchok in Tsoe (Hezuo), der seine Unterschrift verweigerte, wurde abgeführt und geschlagen. Daraufhin griff eine Gruppe junger Tibeter die Gemeindebediensteten an, während sie in einem Restaurant in Gyalmogon zu Mittag speisten. Mehrere von ihnen wurden schwer verletzt und mußten nach Kanlho (chin. Ganan) ins Krankenhaus gebracht werden, wie von Anne Holmes, der Direktorin von FTC, unter Berufung auf einen Mönch, der Zeuge des Geschehens war und mit den Verletzten gesprochen hat, berichtet wurde.

In einem Parallelfall wurden laut Matt Whitticase, dem Pressesprecher von FTC, die Tibeter in Gansu gezwungen, zur Begehung des Neujahrsfestes Schweine zu schlachten. Dies widersprach ihrem bereits gefaßten Entschlusses, diesmal keine Schweine zu schlachten, weil sie für ein langes Leben des Dalai Lama beten wollten, der im Jahre des Schweins geboren wurde.

Nach diesen gegen den Dalai-Lama gerichteten Aktionen befragt, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Jian Yu: "Einige ausländische Kräfte, die ‚Unabhängigkeit für Tibet' propagieren, betreiben anti-chinesische separatistische Aktivitäten". Bei einer regulären Pressekonferenz am 8. Januar erklärte sie: "Der Dalai Lama ist schon seit langem unter dem Vorwand der Religion in antichinesische Aktivitäten verwickelt und mit der Forderung nach mehr Autonomie wirbt er um Unabhängigkeit für Tibet. Solchen Bestrebungen müssen wir entschieden entgegentreten".

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