(openPR) Der deutsche Gesundheitsmarkt ist mit einem Volumen von aktuell rund 300 Mrd. Euro fast so groß wie die Automobilindustrie und wird bis zum Jahr 2020 auf rund 470 Mrd. Euro anwachsen.
Die klassischen Leistungsmärkte wie Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte, Heil- und Hilfsmittel, Pflege, Vorsorge, Rehabilitation, Kur und Arzneimittel sind aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen im Umbruch. Individuelle Vertragsmöglichkeiten der Marktteilnehmer (Krankenkassen, Anbieter von medizinischen, Gesundheits- und sonstigen Mehrwertleistungen) ermöglichen völlig neue Angebote. Der Bewusstseinswandel der Bevölkerung: „Es gibt nicht nur mehrere Krankheiten, sondern auch mehrere Gesundheiten“ schafft ausgedehnte Nachfragemärkte zu den Themen Ernährung / Functional Food, Sport, Fitness, Wellness, Gesundheitsreisen und Homecare.
Wie häufig in Umbruchmärkten liegen zu Teilaspekten erste Marktbeschreibungen vor, eine Gesamtschau für die Akteure von Krankenkassen und Anbietern gleichermaßen fehlt jedoch. Hier setzt die Marktstudie 2008 „Perspektive für ein Produktmanagement im Gesundheitsmarkt“ der dostal & partner management-beratung gmbh an. Sie stellt die sechs, im Sozialgesetzbuch (SGB V) gesetzlich normierten Einstiegsthemen (z.B. Integrierte Versorgung, DMP), weitere teilweise miteinander konkurrierende 17 Gesundheits- und sechs Cross-Selling-Märkte dar. Die Krankenkassen werden aus diesem „Sortiment“ ihre künftigen Produktlinien festlegen und entwickeln um unterscheidbare Profile für ihre Versicherten zu bieten.
Neben gegenwärtigen Marktvolumina, -strukturen und -regularien werden in einem Ausblick die erkennbare Entwicklung des jeweiligen Marktes und die Chancen für ein Produktmanagement aus Sicht der Krankenkassen und der Gesundheitsanbieter skizziert und bewertet.
Beispielhaft erwähnte Verträge sollen alle Marktteilnehmer dazu motivieren, die Gestaltungsmöglichkeiten im Gesundheitsmarkt im Sinne von mehr Wettbewerb zu nutzen. Für die gesetzlichen Krankenkassen bietet sich hier trotz einheitlichem Beitragssatz die Möglichkeit, durch individuelle Angebote in den Augen der Versicherten ein eigenes Profil zu gewinnen. Heute beträgt diese etwa 5% aller Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und wird bei den wettbewerbsorientierten Kassen nach Einschätzung der Berater in den nächsten sechs bis sieben Jahren auf über 10% ansteigen.









