(openPR) Bergisch Gladbach (ag)- Die FDP-Fraktion beantragt die Einrichtung eines Sitzes „mit beratender Stimme“ für den Stadtsportverband im Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport. Die Verwaltung hält dies „sachlich nicht für erforderlich“ und möchte darüber, wenn überhaupt, erst nach der Kommunalwahl 2009 entscheiden. Gleichzeitig plant die Stadtverwaltung jedoch, einen Sportentwicklungsplan in Auftrag zu geben, der erst Ende 2009 abgeschlossen sein wird und 60.000 € kosten soll.
„Offensichtlich will die Verwaltung mit der Realität nichts zu tun haben, da wird lieber viel Geld in ein Konzept investiert. Es ist ohnehin schon alles überreglementiert“, meint die Stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Koshofer (FDP) empört.
Die Notwendigkeit einer Planungssicherheit leuchtet ein. Warum aber die Sportvereine, die den Bedarf vor Ort am besten kennen, bei den Entscheidungen nicht mitreden dürfen, ist für die FDP nicht nachvollziehbar.
Parallel beantragt die FDP die Öffnung der Sporthallen auch während der Ferien und schlägt eine eigenverantwortliche Nutzung (inklusive Reinigung) durch die Vereine vor. Dass Kinder und Jugendliche ausgerechnet dann, wenn sie am meisten Zeit haben, auf ihren Vereinssport verzichten müssen macht wenig Sinn. Doch auch hier hält die Verwaltung die hohen Kosten entgegen, insbesondere werden Strom- und Heizungskosten benannt. Heizungskosten dürften aber zumindest in den Sommerferien kein Problem darstellen.
Die Zuschüsse für Kinder und Jugendliche werden seit Jahren immer weiter minimiert, so dass die Sportvereine sich gezwungen sehen, die Beiträge zu erhöhen. Für Familien mit geringem Einkommen ist das durchaus spürbar. Vor diesem Hintergrund ist es schwer zu erklären, dass 60.000 € für einen Sportentwicklungsplan problemlos bereit gestellt werden können.









