(openPR) IGFM - Handelskammer schließt Journalisten der Epoch Times von Gipfeltreffen aus
Hamburg – Frankfurt am Main (4. September 2008) – Auf Druck des chinesischen Generalkonsulats in Hamburg hat die Außenhandelskammer gestern zwei Journalisten der Epoch Times von der Akkreditierung für die Veranstaltung „Hamburg Summit: China meets Europe“ ausgeschlossen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass sich die chinesische Zensur in Deutschland weiter ausbreitet.
Am 3. September 2008 wollte Petra Lühr, Journalistin der Epoch Times Deutschland, sich bei der Großveranstaltung „Hamburg Summit: China meets Europe“ akkreditieren. Die Hotline der Handelskammer teilte Frau Lühr mit, dass das chinesische Generalkonsulat die Teilnahme von Falun Gong-freundlichen Zeitschriften an dem Ereignis untersagt habe. Sie könne deshalb nicht angemeldet werden.
Auch das Organisationsteam des Hamburg Summit teilte der Journalistin mit, dass sie nicht akkreditiert werden könne. Es dürfe „keine in China zensierte Presse zugelassen werden“, da der chinesische Generalkonsul in Hamburg dies ausdrücklich verlangt habe. Die Handelskammer arbeite sehr eng mit dem Generalkonsulat zusammen und respektiere dies. Aus diesem Grund müsse auch die bereits erteilte Akkreditierung für den leitenden Redakteur der Epoch Times, Alexander Hamrle, wieder zurückgenommen werden.
Zensur außerhalb Chinas breitet sich aus
Wie die IGFM schon im April dieses Jahres berichtete, unterwerfen sich auch die Vereinten Nationen der von China geforderten Zensur. So verweigert die Informationsabteilung der UN taiwanesischen Journalisten seit 2004 Presseausweise und damit die Akkreditierung für die Weltgesundheitsversammlung. Aus diesem Grund wird Taiwan häufig erst verspätet über Epidemien und Krankheitsfälle in den Nachbarländern informiert und kann nur mit Verzögerung auf die Krisenfälle reagieren.
Auch New Tang Dynasty Television (NTDTV), der einzige unabhängige chinesischsprachige Fernseh-sender für China wird in Europa auf Druck chinesischer Behörden der Zensur unterworfen. Erst kürzlich konnte ‚Reporter ohne Grenzen’ beweisen, dass der französische Satellitenbetreiber Eutelsat das Sendesignal von NTDTV auf Druck des chinesischen Botschafters in Italien, Sun Yuxin, unterbrochen hat. Bis heute verweigert Eutelsat NTDTV die Sendung seines Signals mit dem Satellit W-5, über den die Übertragungen nach China geleistet werden.










