(openPR) Das Thema „ERNEUERBARE EENERGIE“ hat es geschafft, innerhalb recht kurzer Zeit, sich in den Köpfen von vielen Menschen, Institutionen, Politik und selbst von Wirtschaftsunternehmen festzusetzen.
Das Informationsportal „KOMMUNAL- ERNEUERBAR“ hat sicherlich daran einen wesentlichen Anteil, insbesondere wird dort der Blick auf den Ausgangspunkt konkreter Handlungsmöglichkeiten gelegt: Die KOMMUNEN und BÜRGER (Menschen).
Inzwischen ist bereits das Thema „Erneuerbare Energien“ in zahlreichen Gemeinden und Städten auf die Tagesordnung gekommen. Gelungene Beispiele zeigen, dass dieses Thema sich auch eignet, ein Stück „politische RESIGNATION“ in „politisches HANDELN“ zu wandeln. Wichtige Grundlage: Der Bürger erfährt, wie er/sie direkt etwas tun kann, um einen schnelleren und nachhaltigen „WANDEL der Energiepolitik“ mitgestalten kann.
Grund also genug für das VerbändeNetzwerk Menschen Machen Wirtschaft e.V. eine Fachkonferenz „MENSCHEN MACHEN ENERGIE“ in Dessau durchzuführen.
Für den Vorstand des Netzwerkes – dem zahlreiche Wirtschafts-, Genossenschafts- und Genossenschaftliche Prüfungsverbände angehören – fasste in der Eröffnungsrede Gerd K. Schaumann den „AUFTRAG“ der Konferenz zusammen:
Erfreulich, dass ein so wichtiges ökonomisches Thema, wie eine nachhaltig erfolgreiche Energieversorgung, die Bürger geradezu „HERAUSFORDERT“, sich problemlösend einzubringen. Diese Bewegung „von unten“, in und mit den Kommunen, den Bürgern direkte Handlungsfelder zu ermöglichen, ist eine gute Chance, auch eine TRENDUMKEHR für mehr politisches Interesse und Engagement. Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie (Ebert Stiftung), wonach 47 % (davon sogar 69 % der Arbeitslosen) sich durchaus vorstellen können, nicht an der nächsten Bundestagswahl teilzunehmen, sind alles andere als ermutigend. Im Vergleich dazu können wir erkennen, wie sehr das Thema „BÜRGERBETEILIGUNG und ENERGIEVERSORGUNG“ interessiert. Hier haben wir in einer eigenen Umfrage ermittelt, dass sich über 80 % der Bürger sehr wohl vorstellen können, sich DIREKT oder INDIREKT an Lösungswegen zu beteiligen. Gefragt, in welcher Form, waren 63 % der Befragten sogar bereit, sich sogar finanziell zu engagieren. Auch wenn als – mit weitem Abstand – die GENOSSENSCHAFT als passendste Form gesehen wurde, andere Formen wurden keineswegs abgelehnt.
Die Konferenz sollte deshalb insbesondere folgende Themenbereiche behandeln:
· Bestandsaufnahme (nebst Stärke- / Schwächeprofil) ausgewählter kommunaler Aktivitäten / Initiativen
· Benchmark der verschiedensten Formen der Umsetzung
· Entwicklung vielfältiger und innovativer KOOPERATIONSMODELLE – abgestellt auf die jeweiligen Interessenlagen von Kommunalpolitik, Bürgern, Investoren und Unternehmen.
· Positive Folgeeffekte für den Bereich REGIONALWIRTSCHAFT (Beschäftigungssituation, Einbeziehung regionaler Unternehmen, Vereinswesen, etc.)
· Entwicklung einer „Kultur der Kooperation“ zur Überwindung konkurrierender Denkweisen
· etc.
Überraschen, wie deutlich auch aus dem Bereich der Wirtschaft (z.B. Technologie-Anbieter) die positiven Signale zugunsten KOOPERATIVER Lösungsmodelle waren.
Der Vertreter eines mittelständischen Solaranbieters brachte es auf den Punkt: Wir könnten uns sehr wohl auch vorstellen, uns an einer kommunalen Energie-Genossenschaft zu beteiligen. Unsere Erfahrungen sind damit eigentlich nur erfreulich. Vorurteile zu dieser oder jener Unternehmensform, wären aus UNTERNEHMERISCHER SICHT töricht. Was zählt ist letztlich der „WILLE zum allseitigren EERFOLG“.
Kritisch zur Genossenschaft äußerten sich – etwas überraschend – zunächst einige Kommunalpolitiker. Der Grund: Es könnten Investoren zurückweichen, wenn sie in eine Gesellschaftsform investieren sollten, in der nach Köpfen und nicht nach eingebrachten Kapital abgestimmt würde. Auch manche Kommunen – oder deren Versorgungsbetriebe – tendierten zunächst eher verhalten zum GENO-KONZEPT; eben wegen der dem „Prinzip der Abstimmung nach Köpfen“.
Andererseits gab es auch klare Pro-GENO Vertreter in den Reihen der Kommunalpolitiker. Ein Bürgermeister fasste dazu die Position ausdrucksvoll zusammen: Die Pro-Kopf-Abstimmung ist Teil unserer DEMOKRATIE. Wer darauf vertraut, dass jeder Bürger das GLEICHE Stimmengewicht bei Wahlen hat, der kann sich vor einem Konzept wohl kaum „fürchten“, wenn es etwas wirtschaftspolitisch wird. Wir leben zusammen in der gleichen Gemeinde, da halte ich es nicht für vertretbar, meine Bürger zu ENTMÜNDIGEN, wenn es um ihre Energiefragen geht.
Die Botschaft der Konferenz fasste Frank-Peter Evertz (Unternehmer und Fachausschuss-Vertreter „Erneuerbare Energien“ des Netzwerkes) zusammen: Wir wollen MEHR Menschen als bisher zum AKTIVEN wirtschaftlichen Handeln befähigen, zu mehr SELBSTVERANTWORTUNG und KOOPERATION. Deshalb werden wir NACHHALTIG solche Initiativen unterstützen, wie die der AGENTUR für Erneuerbare Energien, die auch die wichtige Informationsplattform www.kommunal-erneuerbar.de betreibt. Dies gilt gleichermaßen für die positive Haltung des Deutschen Städte und Gemeindebundes. Wir unterstützen bereits jetzt im Netzwerk mittels eines speziellen Informations- und Beratungsdienst entwickelt, der sich bestens auskennt, INNOVATIVE KOOPERATIONSMODELLE (und dessen Finanzierung)– auch in GENOSSENSCHAFTSFORM – zu entwickeln und zu gestalten. Unser Ziel ist es, diesen wichtigen politischen Trend zu mehr Bürgerengagement zu nutzen, um vielen Menschen erleb- und erfahrbar zu machen, welche Kräfte freizusetzen sind, wenn dies in KOOPERATIVER FORM oder als TEAM geschieht. Das Thema Erneuerbare Energie und kommunales Handeln ist bestens dazu geeignet, um ein neues „TEAM-BEWUSSTSEIN“ beim Bürger zu entfalten.
„Schau mer mal – so Gerd K. Schaumann, ob wir es hinbekommen, den “KOOPERATIONSSTIL“ des Jürgen KLINSMANN von Bayern München auf unsere Kommunen zu übertragen und kündigte damit den Tenor an, mit dem sich eine Folgekonferenz befassen wird: „KOOPERATIV den LÄNDLICHEN RAUM gestalten“ natürlich: unter besonderer Berücksichtigung des Themas „Erneuerbare Energie“ ...







