openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Soziale Arbeit ist fester Bestandteil der Medizinischen Rehabilitation

22.07.200815:13 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) DVSG und DEGEMED veröffentlichen Grundsatzpapier zur Bedeutung und Definition der Sozialen Arbeit in der Rehabilitation



Mainz/Berlin. Um die Bedeutung der Leistungen der Sozialarbeit in der Rehabilitation zu unterstreichen und ihre Inhalte zu definieren, hat die Deutsche Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen e.V. (DVSG) jetzt ein zusammenfassendes Grundsatzpapier erarbeitet. Unter dem Titel „Soziale Arbeit in der Rehabilitation“ werden die wesentlichen Aufgaben der Sozialen Arbeit in der medizinischen Rehabilitation zusammengefasst und beschrieben. Das Grundsatzpapier, das im Rahmen einer Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED), veröffentlicht wurde, soll zur aktuellen Diskussion über die Rolle der Sozialarbeit und der Pflege in der Rehabilitation beitragen.

Kern der Veröffentlichung ist die Definition der Sozialen Arbeit als fester Bestandteil der Rehabilitation und ihres ganzheitlichen Behandlungskonzeptes. Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation ziele im Zusammenwirken mit dem Rehabilitationsteam auf die umfassende Berücksichtigung des Patienten in seiner individuellen Lebens- und Krankheitssituation und stelle die reibungslose und passgenaue Anschlussversorgung sicher. Damit schaffe sie die Voraussetzungen für eine dauerhafte berufliche und soziale Integration und leiste so, auch unter betriebs- und volkswirtschaftlichen Aspekten, einen wesentlichen sozialpolitischen Beitrag.

Nach Auffassung der DVSG kann eine konsequentere Nutzung der Kompetenzen Sozialer Arbeit noch bessere Effekte für die betroffenen Menschen und das Rehabilitationssystem erzielen. Vor dem Hintergrund des Sozialgesetzbuchs IX und des ICF-Modells (International Classification of Functioning, Disability and Health) müssen sowohl gesellschaftliche Faktoren als auch der individuelle Lebenshintergrund des Patienten in seine Behandlung mit einbezogen werden – eine adäquate Einbindung der Sozialen Arbeit in die medizinische Rehabilitation sei deshalb unabdingbar. Das betreffe insbesondere auch die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation, die geriatrische und mobile Rehabilitation sowie das Versorgungs- und Nachsorgemanagement.

„Eine solche Philosophie erfordert einen stärkeren Blick auf den ganzen Behandlungsprozess und die gesamte Lebenswelt des von Krankheit und Behinderung betroffenen Menschen und entspricht damit exakt dem ganzheitlichen Ansatz der professionellen Sozialen Arbeit“, betonte der 1. Vorsitzende der DVSG, Ulrich Kurlemann, anlässlich der Veröffentlichung des Grundsatzpapiers. „Multiprofessionelles Handeln ist in der Rehabilitation Prinzip“, so Dr. Wolfgang Heine, Geschäftsführer der DEGEMED. „Als Verband der Leistungserbringer in der medizinischen Rehabilitation sind wir daran interessiert, die Vernetzung aller an der Rehabilitation Beteiligten voranzutreiben, Schnittstellen zu optimieren und die fachspezifischen Kompetenzen der Sozialen Arbeit in ein professionelles und ganzheitliches Rehabilitationskonzept einzubinden."

Eine Kurzversion des Grundsatzpapiers „Soziale Arbeit in der Rehabilitation“ liegt der aktuellen Ausgabe 26 des Newsletters der DEGEMED bei und steht unter www.degemed.de zum Download zur Verfügung. Sie kann auch bei der DVSG-Bundesgeschäftsstelle, Kaiserstraße 42, 55116 Mainz, Telefon: 0 61 31 / 22 24 22, E-mail: E-Mail angefordert werden.

Der Wortlaut des ausführlichen Grundsatzpapiers steht zum Herunterladen auf den In-ternetseiten der DVSG zur Verfügung, unter:
http://dvsg.org/uploads/media/Sozialarbeit_in_der_medReha.pdf

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 228607
 147

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Soziale Arbeit ist fester Bestandteil der Medizinischen Rehabilitation“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)

Bild: Über 130 Organisationen fordern: Solidarische Gesundheitsversorgung statt AusgrenzungBild: Über 130 Organisationen fordern: Solidarische Gesundheitsversorgung statt Ausgrenzung
Über 130 Organisationen fordern: Solidarische Gesundheitsversorgung statt Ausgrenzung
Für einen verbesserten Zugang zu Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Deutschland und ein klares Bekenntnis zur Solidarität und für Zusammenhalt – dazu ruft Ärzte der Welt gemeinsam mit 136 Verbänden, Gewerkschaften und Organisationen auf. „Mit der Unterzeichnung des gemeinsamen Appells Gesundheit unteilbar treten wir gegen Ausgrenzung und für einen gerechten und diskriminierungsfreien Zugang zum Gesundheitssystem ein. Damit wollen wir gemeinsam mit vielen weiteren Akteur*innen kurz vor der Bundestagswahl ein starkes Zeichen für Zusamme…
Transformation: Teilhabe muss für alle Bürger*innen sichergestellt werden
Transformation: Teilhabe muss für alle Bürger*innen sichergestellt werden
Erfurt (dvsg). Die Gesellschaft und jede*r Einzelne sind permanent Wandlungsprozessen ausgesetzt, die vielfältige soziale Herausforderungen mit sich bringen. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Transformationen enthalten zahlreiche Möglichkeiten aber auch Herausforderungen, die auf individueller wie auf Systemebene stetige Anpassungsleistungen erfordern. Ein wesentlicher Teil der Bevölkerung hat durch fehlende Partizipation bei Transformationen ein erhöhtes Exklusionsrisiko. Die Politik und Gesellschaft hat hierfür eine entsprec…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Reha-Nachsorge: wie Patienten lernen, langfristig einen gesunden Lebensstil umzusetzenBild: Reha-Nachsorge: wie Patienten lernen, langfristig einen gesunden Lebensstil umzusetzen
Reha-Nachsorge: wie Patienten lernen, langfristig einen gesunden Lebensstil umzusetzen
Stationäre Rehabilitation wird meist nur für drei Wochen bewilligt. Eine qualifizierte Nachsorge mit Eigeninitiativen der Klienten ist daher notwendig und wird von den meisten Betroffenen gern angenommen. Die Fachzeitschrift "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation" berichtet in der aktuellen Ausgabe über mehrere Projekte, die einen Langzeit-Rehaerfolg …
1.500 Studierende in 10 Jahren
1.500 Studierende in 10 Jahren
… Arbeit der physikalischen Reha-Therapeuten. Seit zehn Jahren schon richtet die Dr. Becker Klinik Möhnesee in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen den Praxistag „Rehabilitation und Physikalische Therapie“ für Medizinstudierende des dritten Semesters aus. Ziel war es von Anfang an den Jungmedizinern zu vermitteln, wie wichtig die Rehamedizin …
Patientenorientiertes Versorgungsmanagement erfordert eine sektoren-übergreifende Prozesssteuerung
Patientenorientiertes Versorgungsmanagement erfordert eine sektoren-übergreifende Prozesssteuerung
… wurde mit der Gesundheitsreform das Versorgungsmanagement gesetzlich geregelt (SBG V, § 11, Abs. 4), das insbesondere Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen gewährleisten müssen. Das Versorgungsmanagement soll insgesamt einen reibungslosen Übergang zwischen den verschiedenen Leistungsbereichen ermöglichen. Ziel ist es, Schnittstellenprobleme …
Qualitative und patientenorientierte gesundheitliche Versorgung erfordert dringend ein Umdenken
Qualitative und patientenorientierte gesundheitliche Versorgung erfordert dringend ein Umdenken
… im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die Bewältigung von Krankheitsfolgen wie Behinderung und Pflegebedürftigkeit. Das führt zu einem wachsenden Bedarf an Rehabilitation, Pflege und alltagsnaher Unterstützung und erfordert eine bessere Verankerung psychosozialer Leistungen im Gesundheitswesen. Daneben wird eine entscheidende Herausforderung bei einem …
Bild: 8. Deutscher Reha-Tag zeigt an 200 Orten Vielfalt der RehabilitationBild: 8. Deutscher Reha-Tag zeigt an 200 Orten Vielfalt der Rehabilitation
8. Deutscher Reha-Tag zeigt an 200 Orten Vielfalt der Rehabilitation
Mit 24 Initiatoren und bundesweit 200 teilnehmenden Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation startet der Deutsche Reha-Tag im achten Jahr seines Bestehens. Unter dem Motto „REchtzeitig HAndeln – REHA ist Vielfalt“ können sich Interessierte am und um den 24. September 2011 bundesweit bei zahlreichen Veranstaltungen über die Leistungsfähigkeit der …
Netzwerke stärken – Kooperationen leben
Netzwerke stärken – Kooperationen leben
… ein ganzes Dorf – Altern und gesundheitsbezogene soziale Arbeit im kommunalen Kontext - Ist die Zukunft "online"? - Neue Medien als Potenziale für die Soziale Arbeit - Rehabilitation in der älter werdenden Gesellschaft - Anforderungen an die Rehabilitation der Zukunft - Neue Herausforderungen - neue Antworten in der Suchtarbeit? Zum Abschluss des Kongresses …
Zukunftsfähige Rehabilitation: Beratung und Vernetzung der Angebote sind zentrale Elemente
Zukunftsfähige Rehabilitation: Beratung und Vernetzung der Angebote sind zentrale Elemente
(Leipzig) Wie geht es weiter mit der Rehabilitation? Welchen Anforderungen muss sie gerecht werden und wie sollte sie dafür ausgerichtet sein? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Reha-Fachtagung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, der Deutschen Gesellschaft für medizinische Rehabilitation (DEGEMED) und der …
Bild: Dürfen behinderte Jungen diskriminiert werden?Bild: Dürfen behinderte Jungen diskriminiert werden?
Dürfen behinderte Jungen diskriminiert werden?
… Grund ihres Geschlechtes ausgeschlossen werden. Sie lehnte deshalb erneut das Anliegen des Vereins MANNdat ab, behinderte Jungen und Männer in der Rehabilitation behinderten Frauen und Mädchen gleichzustellen. Selbstbehauptungskurse sind für behinderte Mitmenschen oft ein wichtiger Bestandteil ihrer Rehabilitation, egal ob männlich oder weiblich. In …
Psychosoziale Dimension von Erkrankungen muss in den Vordergrund rücken
Psychosoziale Dimension von Erkrankungen muss in den Vordergrund rücken
… Zunahme komplexer und chronischer Erkrankungen und eine gleichzeitig alternde Gesellschaft sowie kurze Verweildauern im Krankenhaus führen zu einem wachsenden Bedarf an Rehabilitation, Pflege, alltagsnaher Unterstützung, so die Erfahrung der Experten. „Am Universitätsklinikum Münster stellt die Klinische Sozialarbeit neben Medizin und Pflege eine weitere …
Bild: Deutscher Reha-Tag 2010: Rechtzeitige Rehabilitation schafft Perspektiven für Millionen MenschenBild: Deutscher Reha-Tag 2010: Rechtzeitige Rehabilitation schafft Perspektiven für Millionen Menschen
Deutscher Reha-Tag 2010: Rechtzeitige Rehabilitation schafft Perspektiven für Millionen Menschen
Deutscher Reha-Tag am 25. September 2010 zeigt, wie Rehabilitation bei der Lösung aktueller gesellschafts- und sozialpolitischer Herausforderungen wirksam helfen kann. Über 200 Kliniken und Einrichtungen stellen unter dem Motto „REchtzeitig HAndeln – Reha schafft Perspektiven“ die Innovationskraft der Rehabilitation unter Beweis. Berlin. Die weiter steigende …
Sie lesen gerade: Soziale Arbeit ist fester Bestandteil der Medizinischen Rehabilitation