(openPR) 27. November 2002 - Mit Wirkung zum 1. Januar 2003 wird der Gesundheitskonzern Fresenius seine Aktivitäten neu bündeln: Die vier Geschäftsbereiche des Unternehmensbereiches Fresenius HemoCare werden innerhalb der Fresenius-Gruppe organisatorisch neu zugeordnet. Die Fresenius-Gruppe wird danach in drei selbständige Einheiten – Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi und Fresenius ProServe – gegliedert sein.
Dies ist ein maßgeblicher Schritt, um die Leistungsfähigkeit der Gesamtgruppe zu erhöhen: Durch die Zusammenführung werden die einzelnen Einheiten gestärkt, können noch schlagkräftiger operieren und den Bedürfnissen der Märkte stärker entsprechen. Die Erfahrungs- und Wissenspotentiale können intensiver genutzt werden.
Im Einzelnen werden folgende Änderungen durchgeführt:
Die Geschäftsbereiche Infusionstechnologie und Transfusionstechnologie von Fresenius HemoCare werden aufgrund ihrer Technologieverwandtheit unter einheitlicher Leitung zusammengefasst und Fresenius Kabi zugeordnet. Die stetig wachsende Verknüpfung von Produkten zu Systemangeboten für das Krankenhaus, u.a. von Infusionslösungen und Applikationssystemen, generiert gerade in diesem Bereich zukünftig deutliche Marktvorteile und eröffnet neue Wachstumschancen. Das internationale Distributionsnetzwerk von Fresenius Kabi wird durch die direkte Zuordnung stärker als bisher für eine Vermarktung von Produkten der Infusions- und Transfusionstechnologie genutzt werden können. Es ist beabsichtigt, den Geschäftsbereich Adsorbertechnologie von Fresenius HemoCare in Fresenius Medical Care zu überführen. Die Zusammenführung medizinischen und technologischen Know-hows auf dem Gebiet der extrakorporalen Blutbehandlung wird weitere Therapieimpulse bringen. Gleichzeitig steht diese Maßnahme im Einklang mit der Strategie von Fresenius Medical Care, den Bereich der extrakorporalen Therapien außerhalb der Dialyse sowohl in den USA als auch international weiter zu stärken. Durch die Verknüpfung der Adsorbertechnologie mit der Fresenius Medical Care kann das weltweite Netzwerk von Dialysekliniken auch für die Adsorberbehandlung, die extrakorporale Entfernung von krankheitserregenden Stoffen aus dem Blut, z.B. für Patienten mit rheumatoider Arthritis, genutzt werden.
Der Geschäftsbereich Immuntherapie von Fresenius HemoCare ist stark auf die Entwicklung von Produkten und Verfahren für Immun- und Zelltherapien ausgerichtet. Aufgrund der Bedeutung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte verlangt dieser Bereich eine intensive Fokussierung und Steuerung durch das Management. Der Geschäftsbereich Immuntherapie wird daher der Fresenius AG direkt, unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden, zugeordnet, um Entwicklungen noch gezielter vorantreiben zu können.
Fresenius HemoCare erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2002 einen Umsatz in Höhe von 169 Mio €. Von diesem Umsatz entfallen 82 % auf die Geschäftsbereiche Infusions- und Transfusionstechnologie, 10 % auf den Geschäftsbereich Adsorbertechnologie und 8 % auf die Immuntherapie. Das operative Ergebnis (EBIT) von Fresenius HemoCare betrug 7 Mio €. im 1.- 3. Quartal 2002.
Die Finanzberichterstattung des Fresenius-Konzerns gemäß neuer Struktur wird ab dem 1. Quartal 2003 erfolgen.
Fresenius ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die medizinische Versorgung von Patienten zu Hause. Der Umsatz belief sich in den ersten neun Monaten 2002 auf 5,5 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss betrug für das 1.- 3. Quartal 2002 85 Millionen Euro. Zum 30. September 2002 beschäftigte der Fresenius-Konzern weltweit 61.734 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Oliver Heieck, Konzern-Kommunikation
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