(openPR) Die HypoVereinsbank (HVB) hat eine neue Immobilienstudie für den Landkreis Erding veröffentlicht. "Trotz der Streichung der Eigenheimzulage ist die Nachfrage nach Wohnraum im Landkreis Erding insgesamt als gut zu bezeichnen", so Martin Würfl, Immobilienfinanzierungsspezialist der HypoVereinsbank Erding. "Das hängt vor allem an den günstigen Arbeitsmarktbedingungen und der anhaltend positiven Einwohnerentwicklung." So ist die Einwohnerzahl seit dem Jahr 2000 um mehr als sieben Prozent auf nunmehr über 124.000 gestiegen. Prognosen gehen von einem weiteren Zuwachs auf gut 132.000 Personen bis 2020 aus.
Dennoch war die Bautätigkeit bis 2006 stetig rückläufig. "Erstmals 2007 konnte mit nahezu 700 neuen Wohneinheiten wieder ein leichter Anstieg beobachtet werden," so Würfl. Im Landkreis dominiert das Eigenheim, während Mehrfamilienhäuser an Bedeutung verloren haben. So entfielen in den letzten Jahren zwei von drei Wohnungen auf den Eigenheimsektor. Die Miet- und Kaufpreise wiesen in den vergangenen Jahren eine insgesamt stabile Tendenz auf. Ein leichter Anstieg ist nur vereinzelt in der Kreisstadt zu beobachten.
Da nahezu alle Gemeinden ausreichend Bauland anbieten, ist ein umfangreiches Angebot an Grundstücken bzw. schlüsselfertigen Eigenheimen vorhanden. Würfl: "Die Nachfrage ist jedoch verhalten, weswegen die meisten Kommunen eine entsprechend zurückhaltende Ausweisungspolitik verfolgen." Die Bodenpreise liegen aufgrund der sehr unterschiedlichen Lagequalität und Verkehrsanbindung innerhalb einer breiten Spanne von 150 bis 510 Euro pro Quadratmeter - mit stabiler bis leicht steigender Tendenz an den gesuchten Standorten.
Gut zu vermarkten sind modern ausgestattete Bestandswohnungen in den guten Wohnlagen von Erding und Dorfen. Diese sind um etwa 15 bis 25 Prozent günstiger als neue Objekte. Neubauten werden hauptsächlich in diesen beiden Städten angeboten und fast ausschließlich von Eigennutzern gekauft. Der Quadratmeter kostet 2400 bis 3000 Euro.
"Bei größeren und modernen Mietwohnungen in gesuchten Lagen ist das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot ausgeglichen" so Martin Würfl. In den ländlichen Gemeinden ist die Auswahl an Wohnungen allerdings begrenzt. Die Mietpreise bewegen sich im Kreisgebiet konstant zwischen 5,50 und zehn Euro pro Quadratmeter.
Martin Würfl: "Insbesondere das prognostizierte steigende Fluggast- und Frachtaufkommen wird dem Landkreis Erding auch in den nächsten Jahren spürbare Wachstumsimpulse bescheren. Demzufolge ist von einer überdurchschnittlichen Zunahme an Arbeitsplätzen auszugehen." Die Attraktivität der Region, die für das Münchner Umland vergleichsweise moderaten Miet- und Kaufpreise wie auch das voraussichtliche Bevölkerungswachstum sorgen für eine stabile Nachfrage nach Wohnraum. Zu erwartende Beeinträchtigungen durch die geplante dritte Start- und Landebahn am Flughafen dürften sich negativ auf die Immobiliennachfrage und das Preisgefüge auswirken, vor allem in den stärker belasteten Gegenden.













