(openPR) Erfolgreich setzt die IHK für Oberfranken Bayreuth die Arbeit des Netzwerks Personal fort. Rund 100 Vertreter oberfränkischer Unternehmen waren der Einladung der IHK gefolgt, um das Thema „Demografische Entwicklung erkennen – Herausforderung annehmen!“ zu diskutieren. „Die demografische Entwicklung und die daraus folgende Gefahr eines Fachkräftemangels kann nur gemeinsam bewältigt werden“, so Dr. Hans F. Trunzer, Hauptgeschäftsführer der IHK in seiner Einleitung. Deshalb biete das Netzwerk Personal unter der Federführung der IHK eine Plattform an, auf der alle Akteure der Region zusammengeführt werden.
„Die Bereitschaft zur Kooperation ist in den vergangenen Jahren glücklicherweise gestiegen“, so Trunzer weiter. Die positive Resonanz auf die Veranstaltung ermutige die Akteure: „Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir im gemeinschaftlichen Verbund des Netzwerks Personal konkrete Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel anstoßen und begleiten können.“ Dazu gehöre auch die Idee einer Karriereplattform Oberfranken, zu der die IHK weiterhin stehe und an deren Realisierung sie arbeite. Um diese Idee auf solider Basis verwirklichen zu können, müsse man allerdings noch einige förderrechtliche Probleme klären.
Einer der Hauptinitiatoren des Netzwerks, Werner Kotschenreuther von der Kronacher Loewe AG, stellte die Ausgangslage für die Arbeit dar. „Nachhaltige Personalpolitik kommt an der Frage des demografischen Wandels nicht vorbei“, so Kotschenreuther. Alleine in Kronach sei bis 2020 mit einem Bevölkerungsrückgang von 15,3% zu rechnen. Deshalb setze man im Netzwerk auf die gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen sowie positive Beispiele aus der Region, um den Personalverantwortlichen konkrete Hilfestellungen an die Hand geben zu können. Eines der Ziele sei die Schaffung einer gemeinsamen „Arbeitgebermarke Oberfranken“.
Getragen werden die Aktivitäten vor allem von einem oberfränkischen Kompetenzteam. Neben erfahrenen Führungspersönlichkeiten aus dem Personalwesen oberfränkischer Unternehmen, arbeiten Vertreter der IHK, HWK, IHK zu Coburg und Oberfranken Offensiv – Forum Zukunft Oberfranken e.V. gemeinsam und mit Hochdruck an der Initiative mit.
Das Projekt trägt bereits Früchte
Das Netzwerk Personal kann dabei auf eine hohe Kooperationsbereitschaft der oberfränkischen Wirtschaft bauen. „77% der oberfränkischen Unternehmen stehen einer Zusammenarbeit aufgeschlossen gegenüber“, so Nadine Schoberth vom Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft e.V. an der Universität Bayreuth (BF/M), bei der Vorstellung einer Umfrage zum Fachkräftemangel. An ihr hatten sich über 250 oberfränkische Unternehmen beteiligt. Knapp 45% der Teilnehmer sehen im drohenden Fachkräftemangel das zukünftige Hauptproblem ihres Unternehmens. Für das Netzwerk bildet dieses Thema deshalb den Schwerpunkt seiner Arbeit.
Nächste Aktivitäten
Martin Klement von der Softway AG aus Hirschaid stellte die nächsten Aktivitäten des Netzwerks vor. Am 9. Juli wird ein begleitender Workshop zur Veranstaltung „Gymnasium und Wirtschaft“ an der Universität Bayreuth stattfinden. Weitere Themen des Jahres sind für die Netzwerker „Gesundheit und Sport“, Regionales Arbeitgebermarketing“ und „Werte in der Personal- und Unternehmensführung“. Klement rief die Teilnehmer der Veranstaltung zu innovativer Personalarbeit auf: „Gehen Sie neue Wege bei der Suche nach neuen Mitarbeitern!“
Hilfestellung für Unternehmen
Der praktische Mehrwert für die Unternehmen soll ein Markenzeichen für die Arbeit des Netzwerks Personal werden, so Wolfram Brehm, verantwortlicher Bereichsleiter bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. Deshalb präsentierten Norbert Halbhuber von der Agentur für Arbeit in Bayreuth und Stefan Bauernfeind von der IHK für Oberfranken Bayreuth konkrete Informationen und Hilfestellungen für Unternehmen in Bezug auf Qualifizierungen und Fördermöglichkeiten für den Einstieg in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Beide wiesen auf zahlreiche Förderprogramme hin, die derzeit noch wenig genutzt werden.













