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Fachtagung des DIS Institut zum Betreuten Wohnen in München

18.04.200811:33 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Fachtagung des DIS Institut zum Betreuten Wohnen in München
Referent Dr. Lutz H. Michel MRICS, Rechtsanwalt, DIS Institut für ServiceImmobilien
Referent Dr. Lutz H. Michel MRICS, Rechtsanwalt, DIS Institut für ServiceImmobilien

(openPR) Betreutes Wohnen als Wohn- und Lebensform für Senioren gewinnt immer mehr Interesse und Bedeutung. Dies war für das DIS Institut für ServiceImmobilien der Anlaß, am 12.03.2008 in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen eine Fachtagung zum Thema "Dienstleistungsaspekte des Betreuten Wohnens für Senioren im Kontext zur DIN 77800 „Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform Betreutes Wohnen“ – Strategien für Kommunen und die Wohnungswirtschaft –„ zu veranstalten, um den Bürgermeistern, Betreibern betreuter Wohnanlagen und Wohnungsbauunternehmen in Bayern die Relevanz dieser Wohnform im Bereich der kommunalen Altenhilfe zu verdeutlichen.



Die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Christa Stewens, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Aktualität des Betreuten Wohnens. Sie unterstrich die politische Linie der bayerischen Staatsregierung, benannte die Folgen des demographischen Wandels und favorisierte die Strategie der Staatsregierung „Weg von der stationären Altenhilfe hin zum Betreuten Wohnen“. Sie führte aus, daß Betreutes Wohnen vor allen Dingen eine zukunftsfähige Vorsorge für ältere Menschen biete, da selbstständige Lebensführung und Hilfe im Bedarfsfall ermöglichten, daß eine „Heimunterbringung“ in vielen Fällen vermieden werden könne.

Im sich hieran anschließendem fachlichen Teil der Tagung erläuterte sodann Diplomgeographin Dr. Heike Piasecki, DIS Institut und BulwienGesa AG, als erste Referentin die demographische Entwicklung in Bayern. Sie richtete den Fokus auf die individuelle Entwicklung einer jeden Region Bayerns und zeigte auf, dass die Situation durch Heterogenität gekennzeichnet ist: neben „jungen“ Wachstumsregionen in und um München gebe es „Verliererregionen“, vornehmlich in der Oberpfalz und dem Bayerischen Wald.

Dr. Lutz H. Michel MRICS, Rechtsanwalt und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des DIS Institut, stellte dem Publikum neue Strategien für die Wohnungswirtschaft und die Kommunen vor, die gleichermaßen auf den demographischen Wandel durch geeignete Wohn- und Dienstleistungsangebote sowie „generationengerechte“ Stadt- und Gemeindeentwicklung reagieren müssten.

Uwe Groß, Geschäftsführer des DIS Institut, behandelte in seinem Referat die Frage, ob die vorhandenen Gebäudekonzepte den Anforderungen an den Versorgungsauftrag der Kommunen auch in der Zukunft genügen könnten. Hierbei konzentrierte er sich nicht nur auf die strukturellen sondern auch auf die konzeptionellen Aspekte. Er unterstrich, daß bezogen auf die unterschiedlichen Bedarfssituationen („care level“) differenzierte und angepaßte Gebäude- und Wohnkonzepte entwickelt und realisiert werden müßten. Hierbei sei stets auch die Dienstleistungskomponente einzubeziehen: die Immobilie müßte „dienstleistungsgeeignet“ sein.

Lothar Marx, Architekt, Lehrbeauftragter an der TU München und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des DIS Institut, beschäftigte sich mit den baulichen Anforderungen an Betreutes Wohnen, insbesondere mit der Frage, ob die baulichen Strukturen im Bestand hinreichende Voraussetzungen für die Entwicklung von Betreutem Wohnen im Bestand bieten würden und welche Kriterien zwingend zu erfüllen seien. Hierzu lieferte er eine Fülle von Praxisbeispielen.

Jürgen Klenke, Leiter des Geschäftsbereichs Sanitär und Wohnen eines der führenden Hersteller von Bad - Systemlösungen, konzentrierte sich auf die in der Praxis stets bedeutende Fragestellung „Das funktionelle Bad – ein Komfortthema nicht nur für Senioren“. Er erläuterte, daß Barrierefreiheit nicht nur ein Thema für Senioren, sondern ein Komfortthema für alle sei. Mit großem Interesse würde die Vorstellung der Systemlösungen für den Wohnungsbestand aufgenommen.

Sabine Wenng von der Bayrischen Koordinationsstelle Wohnen zu Hause in München gab einen "Überblick über alternative Wohnformen im Alter“. Auch sie hob die Bedeutung des Betreuten Wohnens hervor und plädierte, sie zu verdeutlichen. Im Konzert der altengerechten Wohnformen sei Betreutes Wohnen bezahlbar, flexibel und daher die adäquate Wohnform, die ein möglichst langes selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung ermögliche.

Die Fachtagung wurde abgeschlossen durch ein Podiumsgespräch, an der unter Moderation von Dr. Michel u.a. die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Melanie Huml, Frau Wenng sowie Hans-Otto Kraus, Geschäftsführer der GWG München, Klaus-Dieter Herrmann, Leiter Seniorenwohnen des Bayerischen Roten Kreuzes, und der Vorsitzende des Verbandes der Bayerischen Kalksandsteinindustrie, Dr. Hannes Zapf teilnahmen. Frau Huml unterstrich in ihrem Eingangsstatement das Engagement der Bayerischen Staatsregierung in Bezug auf die Stärkung vorstationärer Altenhilfeangebote und plädierte für die Integration der Generationen. Sie fand viel Zustimmung mit ihrem Petitum, daß sich alle Betroffenen, Städte, Gemeinden, Wohnungswirtschaft und soziale Träger auf die Bewältigung der Herausforderungen des demographischen Wandels konzentrieren müssten, damit Bayer weiter lebenswert bleibe. Dr. Zapf forderte von der Staatsregierung mehr wohnungswirtschaftliches Engagement ein.

Dr. Michel konnte resümieren, daß das Ziel der Tagung, auf der Grundlage der Darstellung der politischen Ausgangslage, der landespolitischen Zielsetzungen und der demographischen Situation in Bayern das Thema „Wohnen für Senioren“ aufzubereiten und Strategieoptionen für die Kommunen, die Wohnungswirtschaft und Baubranche in Bayern aufzuzeigen erreicht worden sei. Es seien Strategieansätze und Handlungsmöglichkeiten für die Marktteilnehmer sowie Denkansätze und Geschäftsfelder für Anbieter, Entwickler und ihre Berater vorgestellt worden. So sei es jetzt an allen Beteiligten, den Worten Taten folgen zu lassen, um "demografiefestes" Leben und Wohnen zu realisieren. Er kündigte an, daß das DIS Institut dieses Thema weiter verfolgen werde und erwäge, im Frühjahr 2009 zu einer Folgeveranstaltung in Nürnberg einzuladen.

Weitere Informationen: www.dis-institut.de

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