(openPR) BÖB artikuliert seine Vorstellung zur Idee eines Hafenkonzeptes des Bundes im Masterplan Güterverkehr und Logistik
Berlin, 08.02.2008 – Das Thema Seehafenhinterlandentwicklung bewegt die Wirtschaft – aber, wie lang bewegt sich hier noch etwas? „Das Thema der Seehafenhinterlandentwicklung ist zu einem entscheidenden Kriterium für die Weiterentwicklung der niederländischen, belgischen und deutschen Seehäfen gleichermaßen geworden.“, begründet BÖB-Präsident Dr. Rolf Bender die Notwendigkeit für ein Hafenkonzept des Bundes als Basis für intermodale Vernetzung.
Logistik benötigt neue Konzepte zur Effizienzsteigerung im Güterverkehr. In diesem Kontext viel genannte Stichworte sind „Transportketten“ und „Netzwerke“. Sie drücken das neue Denken der Logistik aus. Weg vom einzelnen Verkehrsträger – hin zu intermodalen Lösungen mit verschiedenen Verkehrsträgern. Deren Potenziale gerade im Seehafenhinterland über die öffentlichen Binnenhäfen sind dabei enorm. Sie können derzeit aber nicht immer ausgeschöpft werden. „Trimodalität lässt Warenströme nur dann reibungslos fließen, wenn die beteiligten Verkehrsträger nahtlos aneinander anschließen. Ein einziger Engpass innerhalb der Kette, so wie schon heute vermehrt in den Seehafenterminals, wirkt sich dann negativ auf die Dauer oder Kosten des ganzen Transports aus.“, so Dr. Bender. Der Seehafen hängt somit sein eigenes Hinterland ab.
Um die Potenziale zu heben, bedarf es nach Ansatz des Verbandes eines Masterplans für das Seehafenhinterland. Dies natürlich unter Einbindung der Beteiligten im System Wasserstraße, um die Potenziale der Zukunft zu erschließen. Bei diesem Ansatz steht das Hinterland im Vordergrund, denn aus dem Binnenland entwickeln sich zunehmend auch ganz neue Wege, wenn alte verstopft sind. Der Blick geht in Richtung Süden.
„In Slowenien, in Koper, wächst derzeit ein starker Wettbewerber für unsere Seehäfen heran. 90 % der Containerschiffe aus Asien kommen durch den Suez-Kanal. Sie können im Norden des Mittelmeers bequem in Triest oder Koper anlanden“, so Karl Michael Probst, Geschäftsführer des BÖB. Aus Umweltgründen ist das sicher auch sinnvoll. Im Laufe der nächsten 10, 15 oder 20 Jahre wird die Entwicklung unter Umständen dahin gehen, dass der
Norden Italiens nicht mehr aus Hamburg, Rotterdam oder Antwerpen über den noch zu grabenden Brenner-Basis-Tunnel bedient wird.
Und es ist klar, die Binnenhäfen werden aktive Partnerschaften eingehen, wenn der Hafen Koper sich entwickelt. Und das unter den Voraussetzungen, dass die Schienen durch Slowenien gelegt und an das bestehende europäische Netz angeschlossen werden. Dadurch werden neue Transportrelationen geschaffen. Es ist aber auch ein Garant für wachsende Wertschöpfung in den Binnenhäfen, die sich gezielt auf diese Entwicklung vorbereiten.
Neue Wege, neue Konzepte, neue Allianzen – gerade unter diesem Gesichtspunkt ist die Stellungnahme des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen zum Masterplan Güterverkehr und Logistik zu sehen.









