(openPR) Gespräch über die Situation des deutschen Bildungssystems
Berlin, 29. Januar 2008. Bundespräsident Horst Köhler hat am vergangenen Mittwoch Vertreter des Vorstands der Bundesarbeitsgemeinschaft Freier Schulen (AGFS) in Schloss Bellevue empfangen. Gegenstand des Gesprächs waren die Situation des deutschen Bildungssystems, die Voraussetzungen dafür, „gute Bildung für alle“ zu erreichen, sowie die besondere Rolle der Schulen in freier Trägerschaft.
An dem Gespräch nahmen neben dem Vorsitzenden Michael Büchler vom Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) Dr. Erika Risse von der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime, Dr. Lukas Schreiber vom Arbeitskreis Katholischer Schulen, Manfred Hermann vom Arbeitskreis Evangelischer Schulen sowie Norbert Handwerk vom Bund der Freien Waldorfschulen teil.
Nach Meinung der Vertreter der AGFS lässt sich „gute Bildung für alle“ am besten durch Vielfalt, Individualisierung und einen positiv verstandenen, qualitätsfördernden Wettbewerb der Bildungseinrichtungen erreichen. Voraussetzung dafür seien eine zunehmende organisatorische Selbstständigkeit und pädagogische Freiräume aller Schulen, unabhängig von der Trägerschaft.
Schulen in freier Trägerschaft geben seit jeher vielfältige Impulse für das gesamte öffentliche Bildungswesen und verstehen sich als dessen integraler Bestandteil. Wesentliche Voraussetzung für das Ausüben dieser Impulsfunktion ist nach Meinung der AGFS allerdings eine bessere staatliche Finanzierung, die zudem die Zugänglichkeit zu Schulen in freier Trägerschaft für Schülerinnen und Schüler aller sozialen Schichten erleichtert. Nach Ansicht der AGFS müssten insgesamt mehr Ressourcen zur Erfüllung des gesellschaftlichen Bildungsauftrags bereitgestellt werden, wobei auch das freie Bildungswesen mit einzubeziehen sei. Bildung und Bildungspolitik müssen immer wieder in den Fokus der öffentlichen Debatte gebracht werden. Dazu gehört nach Meinung der AGFS auch die vermehrte gesellschaftliche Anerkennung für die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern. Trotz bereits erzielter Fortschritte im Bildungswesen brauche es immer wieder Anstöße und Ermutigungen zu weiteren Reformschritten. So seien Ausgaben für Bildung wichtig und als Investitionen in die Zukunft des Standorts Deutschland zu begreifen.









