(openPR) In diesen Tagen fand in Baden-Württemberg erstmals der "Tag der Freien Schulen" statt - organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg. Unter dem Motto "Schenken Sie uns eine (Schul-)Stunde Ihrer Zeit" waren alle Landtagsabgeordneten eingeladen, in ihrem Wahlkreis eine Freie Schule zu besuchen und eine Schulstunde zu gestalten. Im CJD Jugenddorf Offenburg unterrichtete Thomas Marwein das Thema: "Schutz des Wassers – am Beispiel des Wasserkreislaufs".
Einen ganz besonderen Lehrer konnte Schulleiter Mark Bühler den Schülerinnen der Klasse Gartenbaufachwerker 1.1 beim "Tag der freien Schulen" vorstellen. So ist Thomas Marwein der erste Politiker, der in der CJD Jugenddorf-Christophorusschule eine "richtige" Schulstunde gehalten hat.
Der Landtagsabgeordnete, der auch beim Amt für Wasserwirtschaft in Offenburg tätig war, konnte „seiner“ Klasse sehr anschaulich den Wasserkreislauf und somit die Bedeutung des Gewässerschutzes nahebringen. "Ohne Wasser gibt es kein Leben" und "Wasser ist Leben" – so lauteten die zentralen Botschaften der Schulstunde. Hierzu bearbeitete Thomas Marwein mit den Jugendlichen ein Arbeitsblatt, auf dem der Wasserkreislauf anhand von Alltagsbeispielen verdeutlicht wurde.
Thomas Marwein appellierte an die Schülerinnen, beruflich wie privat darauf zu achten, Wasser nicht zu verunreinigen: "Wasser ist ein wichtiges Lebensmittel". Die Schulstunde beendete der Politiker schließlich mit Erläuterungen zu verschiedenen Redewendungen – wie beispielsweise "Ins kalte Wasser geworfen werden" oder "Mir läuft das Wasser im Mund zusammen".
Die Stimmung und Beteiligung seien sehr gut gewesen und eine anfängliche Skepsis habe sich im Verlauf der Stunde schnell gelegt, lautete das Fazit des Abgeordneten.
Thomas Marwein betitelte die Freien Schulen schließlich als Bereicherung für das Bildungsangebot in Baden-Württemberg, als etablierter Bestandteil der baden-württembergischen Schullandschaft. Gerade hinsichtlich der Inklusion werde deutlich, dass es für ein funktionierendes Bildungssystem, das allen Schülern gerecht wird, sowohl gemeinsames Lernen als auch spezielle Bildungsangebote an besonderen Orten mit gut ausgebildeten Fachleuten braucht.
Bei seinem Besuch informierte sich der Landtagsabgeordnete auch über die Schulsituation der im CJD Jugenddorf Offenburg untergebrachten „Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (kurz: UMF). Gemäß dem Kultusministerium würden bei UMF keine sonderpädagogischen Förderbedarfe vorliegen. "Allerdings haben die Flüchtlinge sehr häufig traumatisierende Erfahrungen gemacht. Wenn diese nicht entsprechend aufgearbeitet würden, kann eine Eingliederung in das allgemeine Bildungssystem kaum gelingen", erklärten die verantwortlichen CJD-Mitarbeiter. Thomas Marwein beabsichtigt, die Wohngruppe der UMF im CJD Jugenddorf Offenburg noch dieses Jahr persönlich zu besuchen.











