(openPR) Mainz, 21.01.2008 – „Rheuma ist doch eine Alte-Leute-Krankheit“. Diese Meinung ist noch immer weit verbreitet. Dass entzündliches Gelenkrheuma aber weltweit eine Volkskrankheit ist, weiß kaum jemand. Das hat fatale Folgen.
Allein in Deutschland sind es mehr als 800.000 Menschen, die an dieser Krankheit leiden. Manch einer ist krank, ohne es zu wissen – bis oft unvermittelt die Diagnose „rheumatoide Arthritis“ kommt. Bei den meisten Betroffenen beginnt die Krankheit im Alter von 30 bis 50 Jahren, aber auch Kinder und Jugendliche können erkranken. Die Krankheit startet mit Schmerzen und geschwollenen Gelenken. Häufig verschwinden diese ersten Symptome nach kurzer Zeit, um dann erneut aufzutreten. Da diese ersten Anzeichen der Erkrankung aber so unspezifisch sind, suchen die Betroffenen oft viel zu spät einen Arzt auf. Dann ist die Entzündung bereits in vollem Gange und kaum mehr aufzuhalten. In vielen Fällen sind die betroffenen Gelenke zu diesem Zeitpunkt schon stark geschädigt.
Hilfe verspricht hier ein neuer Rheumatest namens Anti-MCV. Das berichtet die in Neu-Isenburg erscheinende Ärzte Zeitung. Der Anti-MCV sei deutlich empfindlicher als die bisherigen Methoden und weise die Krankheit schon in einem sehr frühen Stadium nach. Zudem gibt es diesen Test des Unternehmens ORGENTEC Diagnostika unter dem treffenden Namen rheumachec® auch als Schnelltest.
Ziel zahlreicher Projekte in der Rheumaforschung ist es, neue Methoden für die Frühdiagnose der Krankheit zu entwickeln. Optimal wäre ein Test, der ein individuelles Erkrankungsrisiko schon vor dem eigentlichen Ausbruch der Krankheit erkennt. In diese Richtung zielen die Labortests, die heute bereits auf dem Markt sind. Der wohl bekannteste ist der Nachweis der so genannten „Rheumafaktoren“, die der Körper bei einer Rheumaerkrankung bildet und die schon seit langem so genannte „Biomarker“ für Rheuma sind. Nachteil all dieser Tests: Da das Blut des Patienten aufwändig in einem Labor analysiert werden muss, dauert es oft mehrere Tage, bis Arzt und Patient das Ergebnis vorliegt. Häufig sind die Tests auch nicht empfindlich genug, um eindeutige und verlässliche Ergebnisse zu liefern.
Über die Entstehung des entzündlichen Gelenkrheumas weiß man noch immer sehr wenig. Sicher aber ist, dass die Ursache für die Gelenkentzündung in einer fehlgeleiteten Körperabwehr liegt: Der Körper bildet Abwehrstoffe, so genannte Antikörper, mit denen er normalerweise Krankheitserreger in Schach hält. Beim entzündlichen Rheuma greifen diese Antikörper das körpereigene Gewebe in den Gelenken an und zerstören es. Rheuma gilt deshalb als Autoimmunerkrankung.









