(openPR) „Jetzt oder nie – von der Notwendigkeit der Solidarisierung in der Pflege“, so lautet ein aktueller berufspolitischer Beitrag von Georg Baur, Thomas Hibbe, Sascha Leppert, Bernadett Lietz und Sven Steppat in der Zeitschrift Kinderkrankenschwester 1/2008, S. 14 ff., wobei die Autoren u.a. für die neue Initiative „Pflege im Aufbruch“ verantwortlich zeichnen.
Auch wenn wir vom IQB die berufspolitischen Aktivitäten insbesondere der einschlägigen Berufsverbände eher mit gebotener Skepsis begleiten, ist doch die Gemeinschaftsaktion der Initiatoren durchaus begrüßenswert, beklagen diese doch im Kern die Legitimationsprobleme der Pflegeberufsverbände. Aufgrund der Zersplitterung hat derzeit keiner der Berufsverbände eine Größe und vor allem Legitimation erreicht, die es möglich erscheinen lässt, als generelles Sprachrohr für die ca. 1,2 Mio. Pflegenden aufzutreten, mal ganz abgesehen davon, dass es durchaus erhebliche Differenzen zwischen den Verbänden gibt.
Ob es allerdings zwingend notwendig ist, sich zu „verkammern“, soll hier einstweilen ausgespart bleiben, denn die Botschaft ist zunächst eine andere: die Pflegenden fühlen sich offensichtlich nicht hinreichend vertreten und in der Folge wird es ganz entscheidend darauf ankommen, dass entsprechende Bewusstsein bei den Pflegenden für mehr Solidarität zu wecken. Ohne Zweifel braucht die „Pflege Eliten“, aber nicht in Gestalt von Funktionären, die vom grünen Tisch aus Berufspolitik betreiben, ohne hierbei für eine ausreichende demokratische Legitimation Sorge zu tragen. In diesem Zusammenhang stehend könnte es dann in der Tat hilfreich sein, wenn die Initiative „Pflege im Aufbruch“ fordert, ggf. die Mitgliedsbeiträge abzusenken.
Mehr Informationen dazu erfahren Sie auf der Homepage der Initiatoren unter www.pflegeimaufbruch.de.
Lutz Barth











