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Jugendgewalt-Politik boykottiert Lösungen

10.01.200810:22 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Jugendgewalt-Politik boykottiert Lösungen

(openPR) Neudietendorf, 10/01/2008 - In der aktuellen Diskussion um Jugendgewalt und die Verschärfung von Sanktionsmaßnahmen boykottieren führende Politiker nachhaltige Lösungen. Aufgabe der Verantwortlichen ist es nicht, lediglich längere Haftstrafen und härtere Sanktionen zu fordern. Vielmehr geht es darum, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kinder und Jugendliche von früh auf für Gewaltfreiheit sensibilisiert werden und Programme zum Täter-Opfer-Ausgleich aufrechterhalten werden können. Hier wird, auch in Thüringen, seit Jahren immer wieder der Rotstift angesetzt.



Hauen ist doof! Ein Satz, so schlicht wie eindringlich, jedes Kind kennt ihn. Hauen ist doof e.V. ist auch der Name der PARITÄTISCHEN Mitgliedsorganisation in Jena, die sich seit Jahren um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Schulen und außerhalb verdient macht. Von 2004-2007 hat der Verein das Modellprojekt „Starke Kinder schlagen nicht“ durchgeführt.

Der Verein L´amitié e.v. in Gotha macht sich um die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund verdient, die Mitgliedsorganisationen Bewährungs- und Straffälligenhilfe e.V. oder HORIZONT e.V. kümmern sich um den Täter-Opfer-Ausgleich.

„Alle diese Vereine haben das selbe Problem“, weiß Reinhard Müller, Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN und Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung. „Immer dann, wenn es brennt, werden Programme aufgelegt, die irgendwann wieder auslaufen. Erziehung zur Gewaltfreiheit und Opferschutz sind aber gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die kontinuierlich betrieben werden müssen.“

Reinhard Müller erinnert an die Diskussion der vergangenen Monate zum Kinder- und Jugendschutz: „Wir brauchen Rahmenbedingungen, in denen Kinder aus allen sozialen Schichten, mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, die gleichen Chancen erhalten. Hiervon sind wir noch weit entfernt. Die Eskalation von Gewalt bei Jugendlichen ist nicht Ursache sondern Folge schlechter Rahmenbedingungen.“

Bereits vor einem Jahr hat der PARITÄTISCHE Thüringen gegen die Streichung von Angeboten in den Bereichen ambulanter sozialpädagogischer Maßnahmen für straffällige Jugendliche protestiert, ohne Erfolg. Reinhard Müller appelliert an die politisch Verant-wortlichen: „Gewalt gegen Menschen ist nicht hinnehmbar. Hierfür gibt es ausreichende Sanktionsmöglichkeiten. Was wir brauchen sind stabile Netzwerke, Betreuungs- und Beratungsangebote, gerade im präventiven Bereich. Politik hat hier die Verantwortung, bestehende Angebote zu stabilisieren und nicht zu zerschlagen.“

Kontakte:

www.paritaet-th.de
www.hauen-ist-doof.de
www.lamitie-gotha.de
www.straffaelligenhilfe-thueringen.de
www.horizont-ndh.org

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