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Pflegereform bleibt Pflegefall

13.03.200816:45 UhrVereine & Verbände
Bild: Pflegereform bleibt Pflegefall

(openPR) Neudietendorf 13/03/2008 Wenn der Bundestag Freitag die Pflegereform verabschiedet, gibt es einige Verbesserungen für Betroffene und Angehörige. Zum ersten Mal seit Einführung der Pflegeversicherung erhöhen sich die Geldleistungen in den einzelnen Pflegestufen. Außerdem verbessern sich die Betreuungsangebote für Demenzkranke. Doch nach Berechnungen des PARITÄTISCHEN Thüringen werden die Reserven spätestens im Jahr 2013 aufgebraucht sein.



Schon heute leben in Thüringen rund 35.000 alte Menschen mit Demenzerkrankungen, wie beispielsweise Alzheimer. Die Mehrzahl wird von Angehörigen betreut. „Durch die Pflegereform können hier pro Monat bis zu 200 Euro für niedrigschwellige Betreuungsangebote beantragt werden, was die Lebensqualität der Betroffenen erhöht und die Angehörigen entlastet. Bislang waren es lediglich 460 Euro pro Jahr“, erläutert Nicole Fraaß, Pflegeexpertin im PARITÄTISCHEN Thüringen. Zwischen Haushalt und Heim haben sich bereits viele Angebote etabliert, die nach der Pflegereform noch intensiver genutzt werden können. Funktionierende Versorgungsketten beinhalten heute familienentlastende Dienste, Seniorenbegleitung, ambulante Pflegedienste, Tagespflege, Kurzzeitpflege, betreute Wohngemeinschaften, Pflegeheime oder auch Sterbehospize.

Auch wenn die Beiträge zur Pflegeversicherung im Juli steigen, ist nach Berechnungen des PARITÄTISCHEN Thüringen und anderer Experten zu wenig Geld im System. „Wir gehen davon aus, dass spätestens im Jahr 2013 die Reserven aufgebraucht sind“, beschreibt Nicole Fraaß den weiteren Handlungsbedarf.

Ausdrücklich begrüßt die Pflegeexpertin den Thüringer Bundesratsvorstoß, pflegende Angehörige steuerlich besser zu stellen. Denn in Thüringen leben fast 70.000 Pflegebedürftige. Dreiviertel der Betroffenen werden in privaten Haushalten versorgt. Die gleiche Unterstützung wünschte sich Nicole Fraaß aber auch bei der Diskussion um Pflegestützpunkte und die generelle Absicherung der Pflege im Freistaat. „In Thüringen fällt es immer schwerer, qualifizierte und motivierte Pflegekräfte zu finden, denn die Kassen zahlen hier in fast allen Bereichen die geringsten Entgelte, so dass wir immer mehr Abwanderung im Pflegebereich zu verzeichnen haben“.
Gute Pflege braucht gute Pflegende und gute Rahmenbedingungen. Hier sieht Fraaß noch starken Handlungsbedarf.


Unter dem Dach des PARITÄTISCHEN Thüringen gibt es 25 Pflegewohnheime, 50 ambulante Pflegedienste und zahlreiche weitere Betreuungsangebote und Wohnformen.

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