(openPR) KIWI verbindet Beratungskompetenz mit christlichem Wertebewusstsein
Stuttgart, 12. Oktober 2007 - Die Diözese Rottenburg-Stuttgart initiiert das Beratungsnetzwerk „KIWI – Kirche und Wirtschaft“ (KIWI). Es vereint Unternehmensberater und Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verwaltung, die ihr Handeln auf Basis christlicher Werte stellen. KIWI ist die erste derartige Organisation in Deutschland.
„Social Responsibility“ und „Corporate Citizenship“ statt „Heuschrecken“ und „Shareholder Value“: Immer mehr Führungskräfte wollen nicht allein nach wirtschaftlichen, sondern auch nach ethisch-moralischen Grundsätzen handeln. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat diesen Trend aufgegriffen und das Beratungs-netzwerk „KIWI – Kirche und Wirtschaft“ ins Leben gerufen. Es richtet sich an Führungskräfte und Unternehmer insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie in Organisationen und Behörden.
„Handel und Wandel können das Wohl von Menschen fördern – in Wirtschafts-prozessen geraten Menschen aber auch immer wieder unter die Räder“, sagt der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst. „Es kommt also auf das Wie des Wirtschaftens an.“ Jenseits von Raubtierkapitalismus und der Ausbeutung von Menschen sei doch der Umgang mit Kapital vor allem dem Gemeinwohl ver-pflichtet. Fürst: „Dass Eigentum verpflichtet, steht im Grundgesetz und hat diesen Verfassungsrang aus gutem Grund.“
Im Einklang mit christlichen Grundwerten. Ziel von KIWI ist es, Entscheidungsträger zu unterstützen, ihre Aufgaben mit einer grundlegenden christlichen Werthaltung in Einklang zu bringen. KIWI ist als Agentur organisiert, die Auftraggebern, ganz auf die jeweilige Situation abgestimmt, passende Beratungsleistungen vermittelt. Zum Netzwerk gehören sowohl konventionelle Unternehmensberater mit ganz spezifi-schem betriebswirtschaftlichem Know-how als auch Coaches und Theologen.
KIWI wolle nicht die Gesetze der Wirtschaft außer Kraft setzen, betont der Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Joachim Drumm. Jedoch: „Werteorientierung muss sich in konkreten Entscheidungs-prozessen und Handlungsfeldern bewähren. Mit KIWI stellt sich die Kirche dieser Aufgabe als Partner in einem gemeinsamen Orientierungsprozess.“
Aufbau und Öffentlichkeitsarbeit. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat das Netzwerk am 19. Oktober bei der Eröffnung der Landesmesse in Stuttgart, wo es mit einem eigenen Stand vertreten ist. Inhaltlicher Kick-off ist ein Symposium am 5. November in Stuttgart unter anderem mit Bischof Dr. Gebhard Fürst und Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt.
In den folgenden Monaten will die fünfköpfige Steuerungsgruppe das vorhandene Beraternetzwerk weiter ausbauen und potenzielle Kunden ansprechen. Nach einer dreijährigen Aufbauphase, die durch die Diözese gefördert wird, soll sich KIWI finanziell selbst tragen.
Ein Teil des Finanzierungsbedarfs decken Provisionen des Beratungsnetzwerks und seiner Mitglieder. Firmenmitglieder und Führungskräfte entrichten Mitglieds-gebühren, gestaffelt nach Unternehmensgröße und Leistungskraft.
Diözese geht neue Wege. KIWI ist derzeit die einzige derartige Einrichtung in Deutschland. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart wird deshalb andere Diözesen im gesamten Bundesgebiet beim Aufbau vergleichbarer Angebote im Rahmen von Franchise-Vereinbarungen unterstützen.
Information: www.kiwi-netz.de










