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Netzwerke im Interview: Amt24

Bild: Netzwerke im Interview: Amt24

(openPR) Auf unserer Homepage stellen wir in unregelmäßigen Abständen Netzwerkmanager/innen und Experten/innen zum Thema Netzwerkmanagement und Netzwerkförderung aus unserer Region vor.

Heute beantwortet Herr Hermsmeier unsere Fragen zum Netzwerk Amt24:



Sehr geehrter Herr Herr Hermsmeier, können Sie uns das Netzwerk kurz vorstellen?

Amt24 ist ein Verbund aus KMU und Forschungseinrichtungen aus dem Raum Berlin-Brandenburg, die ein Thema gemeinsam haben: wir arbeiten alle im Bereich E-Government. Das Leistungsspektrum unserer Mitglieder ist dabei sehr vielseitig und ergänz sich gut; wir bieten Lösungen an, die sich von Internetportalen über Architekturen und barrierefreies Internet bis hin zu elektronischem Rechtsverkehr und Liegenschaftsmanagement erstrecken.

Wie ist das Netzwerk entstanden, aus welchem Anlass?

Historisch gesehen sind wir zum großen Teil aus dem Arbeitskreis E-Government des SIBB (Softwareinitiative Berlin-Brandenburg) hervorgegangen. Die Möglichkeit regional ansässige Firmen und Forschungseinrichtungen bei ihren Kooperationsanstrengungen und Marketing sowohl für sich als auch die Region als Netzwerk zu fördern und damit dauerhafte Kooperationsbeziehungen aufzubauen, war eine gute Gelegenheit, die "Freundschaften" zwischen den Firmen zu festigen und uns eine gemeinsame Identität zu geben. Diese gemeinsame Identität zeigen wir auch bei unseren Zahlreichen Messeauftritten und bei gemeinsamen Veranstaltungen.

Was hat Amt24 gebracht? Welche dauerhaften Ergebnisse gibt es? Für die Beteiligten und für Sie selbst?

Dauerhafte Kooperationsbeziehungen sind entstanden. Im Netzwerk werden z.B. mehr und mehr Ausschreibungen im Verbund gewonnen, womit unsere Mitglieder Aufträge bekommen, die sie alleine nicht bekommen könnten. So gesehen ist Amt24 ein Schlüssel zu neuen und größeren Märkten.

Allerdings denke ich, dass wir, um noch erfolgreicher zu sein, wesentlich mehr Zeit benötigen. Die 3-jährige Förderungsdauer ist hierbei ein guter Anfang, kann aber nicht das Ende aller Dinge sein.

Welche Hindernisse mussten Sie aus dem Weg räumen, um die von Ihnen genannten Ergebnisse zu realisieren?

Die üblichen Probleme, die in Netzwerken entstehen, wenn Firmen kooperieren, die sich in Teilen Konkurrenz machen. Das heißt also Vertrauen aufbauen, transparent sein.

Welches sind die Erfolgsfaktoren Ihrer Arbeit? Was ist Ihrer Meinung nach der wichtigste Erfolgsgarant für Netzwerke?

Das kann man nicht so isoliert sehen. Neben internen Faktoren, wie dem Vertrauen in die anderen, gemeinsamen Zielen und deren regelmäßiger Überprüfung spielt sicher, gerade bei einem Thema wie unserem, auch die politische Großwetterlage eine Rolle. Damit meine ich z.B. die politische Überzeugung des Führungspersonals, E-Government Lösungen zu wollen und dafür auch gemeinsame Standards zu finden. Gerade hier arbeiten die Mühlen in Deutschland manchmal sehr langsam.

Worin sehen Sie den Beitrag des Netzwerkmanagements zur Entwicklung des Netzwerks?

In unserem Fall bringt der Netzwerkmanager, als beim Verein angestellter Arbeitnehmer, zwei große Vorteile gegenüber dem Netzwerkmanagement durch die Vorstände wie mich. Erstens braucht das Netzwerkmanagement eine Neutralposition, die ich und meine ehrenamtlichen Kollegen im Vorstand als Geschäftsführer bzw. Leiter von Unternehmen und Forschungseinrichtungen nur begrenzt wahrnehmen können. Diese Neutralposition hilft dabei Konflikte im Netzwerk zu erkennen und zu moderieren.

Zweitens kann der Netzwerkmanager, da dies eine seiner Hauptaufgaben ist, seine gesamte Kraft in die Entwicklung gemeinsamer Initiativen stecken. Dies wäre für mich und meine Kollegen im Vorstand durch die ehrenamtliche Arbeit so nicht möglich.

Was würden Sie den Netzwerkförderern raten? Wie muss Förderung aussehen, damit erfolgreiche und nachhaltige Netzwerke entstehen?

Ich denke, Geld alleine reicht nicht. Realistisch gesehen, muß der Fördergeber hier auch einen realistischen Zeitrahmen setzen, ich denke hier an 7 Jahre, ähnlich wie bei Firmengründungen, bis ein Netzwerk sich selbst tragen kann. Dazu kommt auch, dass im Rahmen der Förderung gemeinsame Ziele mit dem Fördermittelgeber festgelegt werden sollten, die dieser dann auch politisch nach Kräften unterstützt. Dazu kommt, dass eine Netzwerkgesamtstrategie vorliegen muß, die für das Land z.B. Berlin zu erreichende Ziele setzt.

An welchen aktuellen Projekten und Themen arbeiten Sie gerade? Was werden wir in den nächsten Monaten Neues von Ihnen zu hören und zu sehen bekommen?

Wir sind gerade dabei, gemeinsame Positionen zu verschiedenen Themen im E-Government zu entwickeln, die zur Profilschärfung des Netzwerks beitragen werden und wichtige Impulse z.B. im Bereich der Standardisierung und Interoperabilität auch im regionalen Rahmen zu setzen.

Wie sieht Ihre ganz persönliche Zukunftsvision aus: Wo sehen Sie Amt24 in fünf Jahren?

Ganz Klar: bis dahin werden wir noch einige schwere Zeiten, besonders nach Auslaufen der Förderung im nächsten Jahr, hinter uns zu bringen haben. Aber daran werden wir wachsen, so dass wir in fünf Jahren ein selbsttragendes Netzwerk erreicht haben, von dem die Mitglieder so überzeugt sind, dass sie die Kosten, dann auch auf mehr Schultern verteilt, selbst tragen.

Abschließend noch zwei persönliche Fragen: was ist Ihr Motto? Und womit beschäftigen Sie sich, wenn Sie nicht als Netzwerker tätig sind?

Mein Motto: Bewegung bedeutet Veränderung Veränderung bedeutet Fortschritt.

Abeits meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorstand von Amt24 e.V. bin ich geschäftsführender Gesellschafter der panta rhei systems GmbH, unser Dienstleistungs- und Serviceangebot reicht von der IT-Beratung bis hin zur Datenbank- und Softwarekonzeption, als auch der anschließenden technischen Umsetzung und Administration von individuell entwickelten Lösungen. Ausserdem beschäftigen wir uns sehr stark mit dem Thema "barrierefreies Internet" und agieren hier als unabhängiges und akkreditiertes Prüflabor der Zertifizierungsinstitution des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. auf dem Fachgebiet "Barrierefreie Website"

Kontakt: www.amt24.de

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