(openPR) Düsseldorf, 09.10.2007 - Mit zwei bis sechs Semester Studienbeitragsbefreiung können Studenten einer NRW-Uni rechnen, die den Einzug in das Studentenparlament schaffen. Bei einem 30-köpfigen Studentenparlament bedeutet das schon etwa 30.000 Euro Beitragsausfall im Jahr. Angesichts dieses „Privilegs“ stellt sich die Frage, wie die Studentenvertreter ihrer Mandatspflicht nachgehen. Immerhin lastet das Manko geringer Wahlbeteiligungen auf dem höchsten Organ der Studentenschaft, und es wäre immerhin zu erwarten, dass mit Information oder Auflistung kontroverser Positionen dem entgegengewirkt wird. Doch Fehlanzeige: Kaum ein Studentenparlament in NRW bietet genügend Transparenz und Informationen für Studenten.
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS NRW) hat die Internetauftritte und Recherchiermöglichkeiten über die Aktivitäten der Studentenparlamente an allen staatlichen Universitäten in NRW verglichen und benotet. http://www.rcds-nrw.de/images/RCDS-Check_Studentenparlament.htm.
„Es ist fast so, als ob man gar nicht will, dass sich die Kommilitonen für die Inhalte interessieren. Es kommt der Verdacht auf, dass es manchen Parlamentariern recht ist, im Geheimen arbeiten zu können, wo keiner sie kontrolliert.“ kritisiert Roland Renzel, Landesvorsitzender des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS NRW).
Sechs Studentenparlamente besitzen noch nicht einmal eine Internetseite. Bei den anderen sind die Kontaktmöglichkeiten, die personelle Zusammensetzung, die aktuellen Sitzungsprotokolle und Beschlüsse nur unvollständig bis gar nicht vorhanden. Nach diesen Kriterien hat der RCDS NRW einen Notenschlüssel erstellt. Als einziges Studentenparlament erfüllt Bochum alle formalen Kriterien und erhielt die Note „sehr gut“.
„Unabhängig von der Internetbewertung lässt sich auch bei den ‚Guten’ feststellen, dass viel zu wenig getan wird, um Inhalte in die Studentenschaft zu tragen. Bundestags-Wahlbeteiligungen sind wohl eine überzogene Erwartung, aber eine Quote von unter 15% könnte damit verhindert werden.“ So Renzel abschließend.









