(openPR) Nach dem NRW-Studienbeitragsgesetz (HFGG) hat jeder Student ohne Bonitätsprüfung Anspruch auf einen Kredit der NRW.BANK. Selbsterklärte Maxime der Landesregierung war dabei, dass niemand vom Studium aus finanziellen Gründen abgehalten werden sollte, und zugleich ein Anreiz zu einem schnellen Studium geschaffen wird. In einem ersten Abkommen wurde der Zinssatz der NRW.BANK bis zum 14. Juni 2008 vertraglich auf 5,9% festgelegt, die Höchstverschuldungsgrenze auf 10.000 Euro. Die dadurch entstehenden Ausfälle werden vom Ausfallfonds (23% der Studienbeiträge) aufgefangen.
Hoher Zinssatz Nachteil für Studenten, die eine Finanzierung in Anspruch nehmen wollen
Aus Sicht des RCDS stellt der Zinssatz eine Benachteiligung derjenigen dar, die sich für eine nachgelagerte Zahlung entscheiden. Roland Renzel, Landesvorsitzender des Ring Christlich-Demokratischer Studenten in Nordrhein-Westfalen erklärt: "Bei einer Standardstudienzeit von 10 Semestern und einer sofortigen Rückzahlung zwei Jahre nach Studienende sind die Zinsen bereits auf über 1.000 Euro angewachsen. Berechnet nur auf diejenigen, die im letzten Wintersemester einen Kredit aufgenommen haben, wären das 25 Mio Euro zusätzlich für die NRW.BANK. Betroffen sind diejenigen, die wenig oder gar kein BAföG beziehen und damit finanziell stärker abhängig von den Eltern werden müssten. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass auch bei einem weitaus geringer bemessenen Ausfallfonds niedrigere Zinssätze möglich sind. Der RCDS fordert daher: Der Zinssatz für ein Studienbeitragskredit muss nach dem 14. Juni 2008 gesenkt werden. Zugleich muss eine starke Verringerung des prozentualen Anteils des Ausfallfonds vorgenommen werden, denn es kann nicht angehen, dass von 500 gezahlten Euro nur 385 die eigene Hochschule direkt erreichen. Weiterhin muss eine verbesserte Informationspolitik seitens der Hochschulen und des Landes über die Studienfinanzierungsmöglichkeiten betrieben werden. Viele Studenten erfahren erst nach der Einschreibung über die Möglichkeit von Studienkrediten. Mit Beginn dieses Semesters werden wir Studenten die Qualität der Hochschulbildung mit ca. 300 Millionen Euro jährlich unterstützen. Wir sind gefordert, gegen die Mentalität der Vernachlässigung der Lehre und für Zahlungsgerechtigkeit einzutreten."







