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Vogelgrippe: Haltungsbedingungen auf dem Prüfstand

05.09.200709:39 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Vogelgrippe: Haltungsbedingungen auf dem Prüfstand
Putenmast bei Dämmerlicht, Foto: E. Wendt
Putenmast bei Dämmerlicht, Foto: E. Wendt

(openPR) Der erneute Ausbruch der „Vogelgrippe“ (HPAI) in einer industriell geführten, geschlossenen Stallanlage zeigt erneut, dass eine Stallpflicht vor derartigen Ausbrüchen mutierter Virenformen nicht schützt. Im ganzen Umkreis dieser Anlage herrschte nicht nur seit über einem Jahr Stallpflicht - eine immense Quälerei besonders für Enten -, sondern es wurden auch Wildvögel im Umkreis durch Vergrämung fern gehalten.



Es ist unmöglich, dafür zu sorgen, dass gar keine Viren in derartige Massentieranlagen hineingelangen. Dort finden sie beste Voraussetzungen nicht nur zur Vermehrung (Enge, Stress immunschwache Tiere), sondern auch zur Mutation. Viren mutieren unter Bedingungen des schnellen Wirtswechsels durch Engaufstallung leicht zu höher pathogenen Formen (Gen-Drift). Das ist den Wissenschaftlern des FLI bekannt.

Warum wird nicht endlich etwas gegen diese nicht artgerechte Form der Tierhaltung getan, die noch dazu immer wieder zur Mutation von Viren führt? Wie lange noch sollen artgerecht wirtschaftende Bauern - und die Tiere - unter den Machenschaften der Großbetriebe leiden? Der Leiter des betroffenen Betriebes geht davon aus, dass die "Produktion" bald wieder anläuft - bis zur nächsten Mega-Keulungsaktion?

CO2 ist übrigens ein Reizgas. Die Tötung mit ihm ist extrem qualvoll, wie Studien (Kulmbach) bestätigen.

Die Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung fordert daher eine Abkehr von der einseitigen Fokussierung auf die Wildvögel bei der Ursachenforschung, zumal der Fall Holton (GB), wo 160.000 Puten getötet wurden, beweist, dass ebensolche Gefahr vom legalen Handel mit Geflügel ausgeht. Artgerecht wirtschaftende Bauern sollten nicht länger darunter leiden müssen, dass industrielle Massentierhaltungen generell ein Problem mit Viren haben, die sich dort schnell ausbreiten und leicht mutieren. Die dortigen Haltungsbedingungen sind ohnedies für die betroffenen Geflügeltiere mit Schmerzen und Leiden verbunden. So benötigen Flugenten Badewasser u. a. zur Augenpflege und leiden sehr unter der Unmöglichkeit einer artgerechten Bewegung. Ihnen werden – ebenso wie Puten - die empfindlichen Oberschnäbel gestutzt, damit sie einander nicht wegen der Enge tot beißen. Dies führt zu lang anhaltenden Schmerzen der Tiere, wie Tierärzte bestätigen.

Die jüngsten Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass offenbar auch ältere Tiere unerkannt betroffen waren. Dies alles deutet darauf hin, dass sich Wildvögel immer wieder an den Emissionen industrieller Betriebe anstecken – nicht umgekehrt! Hier gilt es endlich anzusetzen, um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden und endlich wieder Planungssicherheit für die sehr gefragte und artgerechte Freilandhaltung zu schaffen!

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