(openPR) Hochschulen auf Wettbewerbskurs
Düsseldorf, 18. Juli 2007 - Die Revolution an den Hochschulen hat begonnen. Das Hochschulfreiheitsgesetz zwingt die Forschungseinrichtungen zur wirtschaftlichen Eigenverantwortung. Als Folge spürt der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen, dass ein Umdenken eingesetzt hat: die Hochschulen gehen aktiver auf die Unternehmen aus ihrer Region zu - für Forschungskooperationen und zur Einwerbung von Drittmitteln.
Aber es gibt auch Gegenwind für die Hochschulpolitik der schwarz-gelben Landesregierung. Durch die Einführung von Semestergebühren sinkt die Zahl der Studenten. Die Auswahlverfahren für neue Studenten befinden sich vielfach noch in der Experimentierphase, die Zahl der Bachelor Studiengänge wird unübersichtlich. Hier müssen auch die Personalverantwortlichen im Mittelstand dazulernen und verstärkt Informationen von den Hochschulen abfordern.
Im Gegenzug können Hochschulen von der Wirtschaft lernen. Qualitätsmanagement ist Alltag in mittelständischen Unternehmen, hier stehen die Universitäten und FHs noch am Anfang. Dazu gehört die Möglichkeit zu Sanktionen, wenn die erforderliche Qualität in Lehre oder Forschung nicht eingehalten wird. Gefragt sind auch die Studenten, die bei schlechtem Service oder veralteten Unterrichtsmaterialien ihre Semestergebühren zurückverlangen müssen. Auch das ist ein Element des Wettbewerbs. Die Abschaffung des Beamtenstatus für Professoren und eine Ausdehnung der leistungsgerechten Bezahlung sind die nächsten Schritte, um im internationalen Vergleich aufzuholen.
Fazit des BVMW: Minister Andreas Pinkwart hat mit viel Engagement Betonmauern eingerissen und den Mentalitätswandel an den Hochschulen eingeläutet. Kompliment! Dennoch steht der Veränderungsprozeß in den Hochschulen erst am Anfang.
ENDE der Pressemitteilung
Hinweise für die Redaktion:
Aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP vom 20. Juni 2005:
"Die Koalition der Mitte will die Qualität und Leistungsfähigkeit des nordrheinwestfälischen Hochschulwesens verbessern und so dessen Wettbewerbsfähigkeit im nationalen wie internationalen Vergleich stärken. Wettbewerbsfähige Hochschulen sind international, unabhängig, wirtschaftlich und profiliert."
Quelle: http://www.im.nrw.de/vm/doks/Koalitionsvereinbarung.pdf
Die Bewertung der Regierungspolitik hat der BVMW in die Felder Hochschulpolitik, Mittelstandspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Schulpolitik, Innovations- und Finanzpolitik aufgeteilt. Zu diesen sechs Feldern wird im Juli und August jeweils eine Pressemitteilung veröffentlicht werden.



