openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die Videoüberwachung des BKA musste scheitern

01.08.200723:39 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Viel zu gering war die Gesichtserkennungsquote bei einem Versuch des Bundeskriminalamts (BKA) am Mainzer Hauptbahnhof. Dort waren Kameras installiert worden, die aus der Masse der Pendler eine Gruppe Freiwilliger erkennen sollten, deren Gesichter vorher für den Versuch in den Fahndungscomputer aufgenommen wurden. Da die nötige Treffsicherheit nicht besteht, wurden die Kameras nun wieder abmontiert. Keine Überraschung ist das für den Informatiker Dr. Ralf Hinkel, der das Scheitern bereits vor dem offiziellen Eingeständnis des BKAs vorhergesagt hat.

„Ob am Frankfurter Flughafen oder auf den Bahnhöfen, de Auflösung der Videokameras liegt nur bei 0,1 Megapixel“, kritisiert Dr. Hinkel und fügt an: „Jeder Schüler hat auf seinem Kamerahandy eine deutlich bessere Auflösung.“ Doch nicht nur die schlechte Auflösung sorgt dafür, dass viele Videobilder für ihren eigentlichen Einsatzzweck unbrauchbar sind und eine effiziente Auswertung unmöglich ist. Bis heute beauftragt die öffentliche Hand die Installation von Kameras nach dem analogen Fernsehstandard, obwohl bereits seit langem bessere digitale Kameras verfügbar sind. Davon profitieren in erster Linie die Kameraanbieter, die für die Geräte langjährige Lieferverträge geschlossen haben und die teuren und veralteten Kameras deshalb bis heute bevorzugt anbieten. Dabei sprechen sowohl die Preise als auch die Qualität der Aufnahmen für die modernen digitalen Kameras.

„Es ist nicht zu verstehen, dass in Deutschland weiterhin veraltete Anlagen installiert werden, die qualitativ minderwertige Bilder liefern, während Frankreich bereits mit einer entsprechenden Richtlinie reagiert hat und nur noch die neuesten Modelle einsetzt“ erklärt Sicherheit-Heute-Herausgeber Jochen Denso Insofern bringt eine höhere Anzahl von Überwachungskameras praktisch keine Vorteile für die Sicherheit. Wichtig wäre vielmehr die Qualität aller Kameras auf das technisch Mögliche zu steigern und die rund 50 Jahre alte Fernsehnorm als Standard abzulösen.

Interessierten Journalisten stellen wir gerne Hintergrundinformationen, Bildmaterial und Kontakte zu Interviewpartnern bereit. Nehmen Sie Kontakt auf!

Ihr Ansprechpartner:
Jochen Denso

Waldstraße 35, 53177 Bonn
www.sicherheit-heute.de

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 149778
 1824

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die Videoüberwachung des BKA musste scheitern“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Sicherheit-Heute.de

Der Djihad-Terror in China wird bisher nicht wahrgenommen
Der Djihad-Terror in China wird bisher nicht wahrgenommen
In seinem neuen Buch „Der Dschihad in Asien“ berichtet Islam-Kenner Berndt Georg Thamm über das militant-islamistische Kraftfeld in Zentralasien und seinen bedrohlicher Griff nach der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang. Der Autor schildert zum ersten Mal detailliert die Gefahr, die von dem islamistischen Djihad für die Sicherheit in den östlichen Riesenreichen Russland und China ausgeht und die im Westen bis heute kaum wahrgenommen wird. Im Interview mit „Sicherheit-heute“ erinnert der Autor daran, dass der Djihad-Terrorismus kein rein arab…
Private Sicherheitsdienste: Eine unverzichtbare Größe im Gebäude der inneren Sicherheit?
Private Sicherheitsdienste: Eine unverzichtbare Größe im Gebäude der inneren Sicherheit?
Fast 200.000 Mitarbeiter sind bundesweit bei privaten Anbietern im Wach- und Sicherheitsgewerbe beschäftigt und übernehmen in zahlreichen Städten und Gemeinden Sicherheitsaufgaben. Nach Aussage des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels (HDE) sind allein in rund 80 Städten so genannte „City-Streifen“ unterwegs, um für eine bessere Sicherheitslage in den Innenstädten zu sorgen. Erfolgreiche Einsätze privater Unternehmen bei der Euro-Bargeldeinführung und der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 haben bewiesen, dass die Sicherheitsdienste auch an…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Videoaufzeichnungen ersetzen keine professionelle ObservationBild: Videoaufzeichnungen ersetzen keine professionelle Observation
Videoaufzeichnungen ersetzen keine professionelle Observation
… CDU, vertreten durch Innenpolitiker Wolfgang Bosbach, und die CSU, vertreten durch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, plädieren nach dem Attentat in Boston für mehr Videoüberwachung in Deutschland für öffentliche Räume. Wolfgang Bosbach merkt im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" an, dass im privatwirtschaftlichen Bereich Videoüberwachung …
Zentralisierung und sinnlose Behördenumzüge gefährden die innere Sicherheit
Zentralisierung und sinnlose Behördenumzüge gefährden die innere Sicherheit
Alle BKA-Standorte erhalten! 23. März 2004 - Nach einem heute durchgeführten fraktionsübergreifenden Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Wiesbaden, Hildebrand Diehl, erklären der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk MdB, und die zuständige Berichterstatterin, Kristina Köhler MdB: Fraktionsübergreifend bestand Einigkeit …
Bild: Bundesweite Demonstration auch in BraunschweigBild: Bundesweite Demonstration auch in Braunschweig
Bundesweite Demonstration auch in Braunschweig
… Überwachung * keine Totalprotokollierung von Telefon, Handy und Internet (Vorratsdatenspeicherung), * keine heimliche Durchsuchung von Computern, * Stopp der Videoüberwachung des öffentlichen und quasiöffentlichen Raums, keine automatische Gesichtskontrolle, * Stopp von Biometrie und RFID-Chips in Ausweisen und Reisepässen, * Stopp der …
BMI Pressemitteilung: Schily sprach mit den Abteilungsleitern des BKA
BMI Pressemitteilung: Schily sprach mit den Abteilungsleitern des BKA
… Bundeskriminalamts haben heute in einem mehrstündigen, offenen und vertrauensvollen Gespräch die aktuelle Situation erörtert. Minister Schily bestätigte seine Zusage in den Dienstversammlungen beim BKA am 13.1., daß die Überlegungen zu Organisations- und Standortfragen des BKA noch einmal von Grund auf und ergebnisoffen geprüft werden. Der Minister gab …
BKA Zeuge lügt / Bundeskriminalamt manipuliert Akten
BKA Zeuge lügt / Bundeskriminalamt manipuliert Akten
Pressemitteilung der Verteidigung im "mg"-Verfahren Am heutigen Tag wurde die Vernehmung des BKA-Zeugen Oliver Damm vor dem Kammergericht fortgesetzt. Auf ausdrückliche Fragen der Verteidigung nach der Urheberschaft eines veröffentlichten Diskussionsbeitrages zu militanten Aktionen erklärte der Zeuge Damm nicht zu wissen, wer den Text verfasst hat obwohl …
Videoüberwachung und Dauerlauschen aus dem BKA-Gesetz
Videoüberwachung und Dauerlauschen aus dem BKA-Gesetz
Zur Verankerung der Videoüberwachung und der dauerhaften Audio- überwachung im sogenannten BKA-Gesetz erklären der Vorsitzende der Mühlenkreis-Jusos Jens Hübsch und der der stellv. Vorsitzende der Mühlenkreis-Jusos Jens Vogel: Während bei der Diskussion um das BKA-Gesetz eher die Onlinedurchsuchung im Fokus der Kritik war, haben Bundesinnenminister Wolfgang …
Bild: BDD meldet Bedenken zu Änderungen des Beschäftigtendatenschutzes anBild: BDD meldet Bedenken zu Änderungen des Beschäftigtendatenschutzes an
BDD meldet Bedenken zu Änderungen des Beschäftigtendatenschutzes an
… und inkonsequenten Regelungen bereits in der Vergangenheit herbe Kritik hervorrief, soll durch die Regelungen der §§ 32 bis 32l BDSG ersetzt werden. Heimliche Videoüberwachungen Wird das aktuelle Vorhaben zum Arbeitnehmerdatenschutz tatsächlich in die Tat umgesetzt, dürfen Unternehmen auch nicht in konkreten Verdachtsfällen und auch nicht nur vorrübergehend …
Bild: Aufruf zur Demonstration gegen zunehmende Überwachung am 31. Mai 2008 in FrankfurtBild: Aufruf zur Demonstration gegen zunehmende Überwachung am 31. Mai 2008 in Frankfurt
Aufruf zur Demonstration gegen zunehmende Überwachung am 31. Mai 2008 in Frankfurt
… Weniger Überwachung Wir fordern keine Totalprotokollierung von Telefon, Handy und Internet (Vorratsdatenspeicherung), keine heimliche Durchsuchung von Computern, Stopp der Videoüberwachung des öffentlichen Raums, keine automatische Gesichtskontrolle, Stopp von Biometrie und RFID-Chips in Ausweisen und Reisepässen, Stopp der elektronischen Gesundheitskarte, …
JuLis NRW lehnen BKA-Gesetz ab
JuLis NRW lehnen BKA-Gesetz ab
… das Gegenteil bewiesen ist“ scheint die neue Devise in Deutschland zu sein“, so der Landesvorsitzende der JuLis NRW, Marcel Hafke. Die JuLis NRW sprechen sich gegen Videoüberwachung von Privatwohnungen und Onlinedurchsuchungen aus. Jeder Mensch hat das Recht auf Privatsphäre. Nach dem neuen BKA-Gesetz ist es doch nicht mehr überschaubar, wer potenziell …
30 Fragen zum BKA-Umzug
30 Fragen zum BKA-Umzug
Licht in die seltsamen Entscheidungswege des Bundesinnenministers bringen Zur Kleinen Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum geplanten Umzug des BKA erklären der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk MdB, und die zuständige Berichterstatterin, Kristina Köhler MdB: Am 7. Januar 2004 wurde die Entscheidung des Bundesinnenministers …
Sie lesen gerade: Die Videoüberwachung des BKA musste scheitern