(openPR) Fast 200.000 Mitarbeiter sind bundesweit bei privaten Anbietern im Wach- und Sicherheitsgewerbe beschäftigt und übernehmen in zahlreichen Städten und Gemeinden Sicherheitsaufgaben. Nach Aussage des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels (HDE) sind allein in rund 80 Städten so genannte „City-Streifen“ unterwegs, um für eine bessere Sicherheitslage in den Innenstädten zu sorgen. Erfolgreiche Einsätze privater Unternehmen bei der Euro-Bargeldeinführung und der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 haben bewiesen, dass die Sicherheitsdienste auch andere Aufgaben übernehmen und so die durch Personaleinsparungen und neue Kriminalitätformen zunehmend überforderte Polizei unterstützen können.
Auch bei der Zugangskontrolle zu Schulen, Flughäfen oder Gerichten sind private Sicherheitsunternehmen erfolgreich im Einsatz. Ein positives Bild von den Sicherheitsdiensten hat auch Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamts, der die Unternehmen als unverzichtbare Größe im Gebäude der inneren Sicherheit bezeichnete. Gerade in der Prävention von Straftaten kommt den Sicherheitsdiensten eine bedeutende Rolle zu, denn nach dem Motto „Beobachten, Erkennen, Melden“ können die Mitarbeiter der Sicherheitsdienste die Polizei bei ihren Aufgaben nachhaltig unterstützen und entlasten. Entsprechend wurden schon vor Jahren Kooperationsverträge zwischen der Polizei und ausgewählten Sicherheitsdiensten geschlossen.
Weiterhin unklar ist, wie das „Gesamtkonzept Sicherheit“ in Zukunft aussehen wird. Als Alternativen scheinen nur eine Aufstockung der Polizei oder eine weiter verbesserte Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitsdiensten in Frage zu kommen. Ein Sonderweg des Landes Hessen, Privatisierungen zurückzunehmen und ehrenamtliche Bürgerpolizisten in Uniform auf die Straße zu schicken, scheint keine angemessene Lösung für die Sicherheit Deutschlands in einer globalisierten Welt. Details und Hintergründe lesen Sie im auf Sicherheitsfragen spezialisierten Onlinemagazin www.sicherheit-heute.de.










