(openPR) Dresden boomt – das wirkt sich auch auf die Mieten für Läden, Büros und Gastronomie aus. Doch der Markt entwickelt sich nicht einheitlich. Citymakler Marco Häbold erläutert die Unterschiede.
Herr Häbold, wie haben sich die Mieten für Läden, Büros und Gastronomie in Dresden entwickelt?
Die Mieten unterscheiden sich heute stärker als noch vor zehn Jahren. Das heißt in den guten Lagen sind sie gestiegen, mittlere und schlechte Lagen stagnieren oder fallen im Mietpreis. Heute wird durch Gewerbemieter mehr als früher die Passantenfrequenz und die Art der Passanten bei der Mietpreisbildung berücksichtigt. So kann es sein, dass in der Innenstadt Standorte, die nur 50 Meter voneinander entfernt liegen, extrem unterschiedliche Mietpreise haben. Außerdem sind Faktoren wie Sichtbarkeit, Außenflächen und Kundenparkplätze wichtig.
Wie hoch ist die Preisspanne für Geschäftsräume, und wie stehen die Mieten im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten?
In Dresden werden in Top-Lagen ca. 100 Euro pro Quadratmeter für Ladenflächen gezahlt. In Randlagen der Innenstadt fallen die Preise bis auf 15 Euro pro Quadratmeter. Die niedrigsten Preise haben Büro- und Ladenflächen in reinen Wohngebieten mit geringer Passantenfrequenz. Dort kann der Vermieter nur rund fünf Euro pro Quadratmeter verlangen oder muss andere Zugaben wie eine mietfreie Zeit gewähren, um einen Nutzer zu finden. Im Städtevergleich ist Dresden mit Leipzig die Stadt mit den teuersten Ladenmieten der neuen Bundesländer. In kaufkraftstarken westlichen Metropolen wie München, Köln oder Hamburg sind Mietpreise über 200 Euro pro Quadratmeter in innerstädtischen Einkaufsmeilen keine Seltenheit mehr.
Was sind die Top-Lagen in Dresden und wo gibt es noch echte Schnäppchen?
Die laufstärksten Lagen sind die nördliche Prager Straße, der Altmarkt und seit Kurzem auch der Neumarkt. Interessant für Händler sind aber auch gut funktionierende Shopping-Center am Stadtrand oder in Stadtteil-Centern. Beispiele dafür sind der Elbepark oder das Seidnitz-Center. Dort werden Mieten auf Innenstadtniveau erreicht. Echte Schnäppchen gibt es nur mit viel Glück. Allerdings ist nicht jeder Gewerbetreibende gut beraten, auf teuere City-Lagen zu setzen. Mit einer ausgeklügelten Standortstrategie ist es manchmal besser, mit einen Angebot oder einer Dienstleistung in ein wenig umkämpftes Gebiet zu ziehen und dort eine lokale Nische zu füllen. Ein Beispiel wäre ein Reinigungsservice in einem reinen Wohngebiet. Dieser hat die Kunden dann direkt vor der Tür und muss keine teuren Innenstadtmieten zahlen.
Welchen Einfluss wird die Eröffnung des neuen Großkaufhauses auf der Prager Straße auf die Innenstadt-Mieten haben?
Die Innenstadt festigt damit ihre Qualität als Einkaufs- und Erlebnisstandort. Der Einfluss auf die Ladenmieten dürfte also – trotz des steigenden Angebotes durch das neue Kaufhaus – nicht negativ ausfallen. Ich rechne sogar mit leicht steigenden Mieten.
CITYMAKLER DRESDEN, Hamm & Häbold GbR
vertr. durch Carsten Hamm und Marko Häbold
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