(openPR) Rangsdorf, den 05.07.2007 - Siebzehn Organisationen und engagierte Einzelpersonen kritisieren in einer Erklärung die Empfehlung von WHO und UNAIDS vom 28.03.2007, männliche Beschneidung insbesondere im südlichen Afrika zur Eindämmung der HIV/AIDS-Epidemie einzusetzen.
Die Effektivität dieser Strategie sei fraglich, da Beschneidung nur einen partiellen Schutz für heterosexuelle Männer biete und Verhaltensänderungen, die Auswirkung auf Frauen und HIV-Übertragung bei den Operationen berücksichtigt werden müssten. Bei der Umsetzung seien hohe Komplikationsraten und Todesfälle zu befürchten. Daher müssten die Beweislage überprüft und Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden. Beschneidungen dürften keinesfalls unter Zwang oder an Kindern vorgenommen werden, da dies Menschenrechte verletze. Da medizinisch sichere und ethisch korrekte Beschneidungsprogramme aufwändig und teuer seien, sei zu bezweifeln, dass männliche Beschneidung eine sinnvolle Maßnahme gegen die HIV-Epidemie in Afrika ist.
Die Erklärung wurde am 04.07.2007 dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übersandt, mit der Bitte, auf die Probleme aufmerksam zu machen und auf die Einhaltung der Forderungen hinzuwirken.
Diese Pressemitteilung steht als PDF zum Download zur Verfügung unter:
http://www.phimose-info.de/component/option,com_remository/Itemid,27/func,fileinfo/id,20/
Eine erweiterte Fassung der Pressemitteilung ist als PDF verfügbar unter:
http://www.phimose-info.de/component/option,com_remository/Itemid,27/func,fileinfo/id,21/
Die kritische Erklärung zu Beschneidung und HIV kann als PDF abgerufen werden unter:
http://www.phimose-info.de/component/option,com_remository/Itemid,0/func,fileinfo/id,19/
Weitere, internationale Kritik an der WHO/UNAIDS-Empfehlung:
http://www.phimose-info.de/phimose-forum/index.php?topic=344.0
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Oliver Schedlinsky
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