(openPR) Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Stoiber hat die Forderung des polnischen Ministerpräsidenten Jaroslaw Kaczynski zurückgewiesen, bei der Stimmgewichtung in der EU die Weltkriegstoten Polens zu berücksichtigen. "Ich halte diese Äußerung für unmöglich", sagte Stoiber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagsausgabe). "Wenn man die Debatte so führt wie Jaroslaw Kaczynski es tut, kann man die europäische Integration vergessen."
Im Zusammenhang mit der polnischen Forderung nach einem gerechteren Stimmsystem im Ministerrat hatte Kaczynski dem polnischen Rundfunk gesagt, wenn Polen, "die Jahre 1939 bis 1945 nicht durchlebt hätte", wäre es heute statt eines Volkes von 38 Millionen Menschen "ein Land von 66 Millionen Einwohnern". Aus diesen Verlusten leitete Kaczynski die Forderung nach einem Stimmsystem ab, das Polen aufwertet und Deutschlands Einfluss begrenzt. "Wir verlangen jetzt nur, dass uns zurückgegeben wird, was uns genommen wurde."
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:



