(openPR) Still und heimlich hat die Securenta AG ihren Sitz in die Podbielskiallee in Berlin- Dahlem verlegt. Jetzt residiert sie in einem alten palastartigen Gebäude mit großem gepflegten Park und altem Baumbestand. Es ist wohl eines der schönsten und feudalsten privaten Anwesen in Berlin. Dieser Umzug erfolgte fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. So kam es denn, dass ahnungslose Anlegeranwälte immer noch –bekanntlich vergebens- in Göttingen an die Tür klopften. Auch das Insolvenzgericht in Göttingen nahm den Insolvenzantrag eines geschädigten Anlegers an und setzte sogar einen vorläufigen Insolvenzverwalter ein.
Am selben Tag, dem 07.06.2007, hatte aber die Securenta AG einen Eigenantrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin gestellt. Das Berliner Gericht hat den Insolvenzverwalter Rolf Rattunde aus der Kanzlei Leonhardt und Partner seinerseits zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Damit ist das Göttinger Verfahren überholt.
Eventuelle Zweifel, ob die Göttinger Gruppe die Insolvenz durch die Auszahlung der vollstreckenden Gläubiger abwenden würde, sind damit ebenfalls nur noch Theorie. Wenn die Neuberliner Securenta AG einen Eigenantrag stellt, kennt sie offenkundig ihre eigene Zahlungsunfähigkeit an.
An den dramatischen Konsequenzen für über hunderttausend Anleger und einem vermutlichen Milliarden Verlust werden diese Schachzüge der Göttinger Manager nichts mehr ändern. Der Eigenantrag der Göttinger bestätigt das Ende eines über anderthalb Jahrzehnte währenden Skandals, das hunderttausend Anleger um ihre Altersvorsorge gebracht hat. Von der eingesammelten Milliarde Euro wird wohl nicht mehr viel übrig sein. Oder liegt ein Schatz in Berlin-Dahlem vergraben?


