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Pal Dragos: Selbstverdinglichung und kollektive Illusion

08.05.200708:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Es geht um die kollektive Illusion in der Gesundheitsversorgung. Diese setzt die Selbstverdinglichung der Patienten voraus. Die Patienten haben ein gestörtes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper, wenn sie meinen, den Körper an den Arzt delegieren zu können. Auch die Gesundheitsversorgung erliegt diesem Irrtum und erfüllt damit die Voraussetzungen einer psychotischen Organisation.



„Tun Sie etwas für meinen Körper!“, forderte Frau XXL mit ihrer resoluten Stimme ihren Hausarzt auf. Nehmen wir an, er hätte die folgende Gegenfrage gestellt: „Haben Sie bisher selbst etwas für Ihren Körper getan?“ Natürlich würde Frau XXL pflichtbewusst ihre Antwort parat haben: „Natürlich habe ich etwas getan, die Beiträge meiner Krankenkasse bezahlt!“

Es ist ein tief verwurzelter Irrtum, der seine Ursprünge in der neuzeitlichen Philosophie hat, man könne das Subjekt von dem Objekt, also in unserem Falle die Seele von dem Körper, trennen. Auf diesem Irrtum ist jedoch die Gesundheitsversorgung aufgebaut, da diese blind die Einseitigkeiten der naturwissenschaftlichen Forschung und ein amputiertes Menschenbild übernommen hat. Selbstverdinglichung der Patienten und kollektive Illusion waschen sich gegenseitig ihre Hände in Unschuld.

Breite Schichten der Bevölkerung (Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel) sind seit Jahrzehnten die Gläubiger der Krankenkassen, wenn es um das Versprechen geht: Wenn ihr versichert seid (und natürlich die üppigen Beiträge zahlt), tun wir für euch das medizinisch Notwendige! Dieses Zauberwort des medizinisch Notwendigen definiert jedoch nur die diagnostischen und therapeutischen Ressourcen. Dies sind die medizinisch und technisch möglichen Untersuchungen und die so genannten „bitteren Pillen“ der Therapie. Das Adjektiv „bitter“ meint hier nicht nur, dass allein die Kosten der Pillen manchem Menschen schon bitter aufstoßen können, sondern auch die lange Liste der Nebenwirkungen. Die Kosten werden häufig noch geschluckt, weniger jedoch die Pillen selbst, so dass Unmengen dieser technischen Errungenschaften des verdinglichten Forschergeistes dazu verdonnert werden, in der Mülltonne zu landen. (Der bekannte Philosoph der kritischen Theorie, Adorno, hat seine damalige Gesellschaft mit dem Müll verglichen, die Frage ist nur, ob mit oder ohne die bitteren Pillen.)

Die kollektive Illusion „der Belieferung der Bevölkerung mit Gesundheit“ verteidigt sich wie eine mittelalterliche Festung.
Dabei wäre die Entlarvung solchen Eifers mit einem Minimum der Logik und anderen Erfahrungen der Forschung möglich. Diese besagt nämlich, dass für ein gesundes und langes Leben die Einhaltung von drei Prinzipien notwendig ist: Gesunde Ernährung, viel Bewegung und täglich mindestens acht Stunden Schlaf. Und siehe da! Keine dieser Leistungen werden von den Krankenkassen geliefert, sondern müssen von den Patienten selbst erbracht werden. Mindestens bei dem letzten Prinzip, dem gesunden Schlaf, hätten die Patienten allerdings die Möglichkeit zu einer logischen Ausrede: „Die ständig steigenden Kosten der Krankenversorgung rauben mir noch den letzten Schlaf!“

Informationen und Anregungen zum Thema Menschenbild und Gesundheitsversorgung in:
Dr. Dr. Pal Dragos: Homöopathie oder Schulmedizin, 2005, BoD, Norderstedt

Weitere Informationen und Leseproben
www. pal-dragos.de

Wachstumstrend Forschungsinstitut und Verlags-GmbH
Lindenschmitstrasse 35
81371 München
Tel.: 089-74663082
E-Mail
www.wachstumstrend.de

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