(openPR) Heidelberg, 22. Oktober 2026. Was hast du da eigentlich gemacht in deiner Doktorarbeit? Die überzeugendsten Antworten auf diese Frage zeichnet die Klaus Tschira Stiftung mit dem KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation aus. Am 22. Oktober 2026 werden in Heidelberg sieben Nachwuchsforschende für ihre allgemeinverständlichen Beiträge über ihre Dissertationen geehrt. Seit 1997 fördert der KlarText-Preis den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit: Er stärkt die Kommunikationskompetenz junger Forschender und schärft das Bewusstsein für die Bedeutung von Wissenschaftskommunikation insgesamt.
„Gute Wissenschaftskommunikation ist längst mehr als der Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit. Auch innerhalb der Wissenschaft, etwa in multidisziplinären Teams, müssen Forschende eine gemeinsame Sprache finden, die über das eigene Fachgebiet hinausreicht“, so Lilian Knobel, Geschäftsführerin für Wissenschaftskommunikation und Bildung der Klaus Tschira Stiftung.
Die Preistragenden des KlarText-Preises für Wissenschaftskommunikation 2026 sind (jeweils mit der Universität, an der sie promoviert wurden):
• Biologie: Dr. Phil Richter (Technische Universität München) „Gute Nachrichten für Rosenkohlverweigerer“
Man liebt oder man hasst sie: bittere Lebensmittel. Dabei können die Bitterstoffe gesund sein. Manche von ihnen schmeckt man gar nicht, weil sie erst im Magen entstehen.
• Chemie: Dr. Hannes Westphal (Universität Leipzig) „Das Labor im Briefmarkenformat“
Ein chemisches Labor, so klein, dass seine winzigen Komponenten mit bloßem Auge kaum sichtbar sind: „Lab-on-a-Chip“-Systeme sind preiswert und bewähren sich beispielsweise bei Tests von Katalysatoren.
• Informatik: Dr. Daniel Racek (Ludwig-Maximilians-Universität München) „Den Datennebel im Krieg lichten“
Radarsatelliten liefern regelmäßig frei verfügbare Daten der Erdoberfläche – und zwar unabhängig von Wetterbedingungen und Tageslicht. Diese Bilder können bei der Bewertung von Kriegsschäden helfen.
• Mathematik: Dr. Julian Mangott (Universität Innsbruck) „Mit Mathe schneller zur Arznei“
Computer spielen bei der Suche nach neuen Wirkstoffen eine immer größere
Rolle. Doch selbst Superrechner scheitern oft an den Simulationen – ein
Problem, das sich mit einem mathematischen Trick lösen lässt.
• Neurowissenschaften: Dr. Meike Hettwer (Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf) „Das Gehirn im Umbau“
Während des Übergangs vom Kindes- zum Erwachsenenalter ähnelt unser Gehirn
einer Großbaustelle. In dieser Lebensphase sind junge Menschen anfällig für
psychische Krisen und benötigen liebevolle Unterstützung.
• Physik: Dr. Thomas Arne Hensel (Universität Heidelberg) „Licht aus, Film ab“
Proteine sind winzige Maschinen, die ständig ihre Form verändern. Doch ihre
Bewegungen sind so klein und schnell, dass sie sich kaum beobachten lassen.
Mit einer neuen Methode konnten jetzt erstmals die schnellen Formänderungen
einer künstlichen DNA-Struktur sichtbar gemacht werden – ein wichtiger Schritt,
um künftig auch Proteinen bei der Arbeit zuzusehen.
• Infografik: Dr. Felix Spiske (Technische Universität Bergakademie Freiberg)
„Die Nadel im Heuhaufen“
Manche Stoffe sind im Wasser in derart geringen Konzentrationen gelöst, dass sie
kaum messbar sind. Doch ihr molekularer Fingerabdruck lässt sich mithilfe einer
neuartigen Methode verstärken. Gemeint ist: feste Luft.
Für den diesjährigen Wettbewerb reichten rund 250 Promovierte Beiträge über ihre
Doktorarbeit ein – als Artikel oder Infografik. Die Beiträge durchliefen ein dreistufiges
Juryverfahren und wurden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie
Medienschaffenden begutachtet.
Die Ausgezeichneten erhalten jeweils 7.500 Euro Preisgeld. Kurzzusammenfassungen
der prämierten Beiträge und die Lebensläufe der Preistragenden finden Sie hier (https://klartext-preis.de/content/uploads/2026/09/KlarText_2026_Zusammenfassungen_und_Kurzbios.pdf) im
Überblick. Das KlarText-Magazin (https://klartext-preis.de/preis/klartext-das-magazin/) mit diesen Beiträgen erscheint ab dem 22. Oktober 2026 und ist auf der Webseite des KlarText-Preises kostenfrei als Druckausgabe oder
Download erhältlich.
Bildmaterial:
KlarText-Pressebild: Download (https://klartext-preis.de/content/uploads/2021/10/Preistra%E2%95%A0eger-Klartext-20-scaled.jpg) (ab sofort | ©Annette Mueck/KTS)
Preisverleihung: Download (https://www.picdrop.com/aknm.studio/Hf1w1ALEK1) (ab 23.10. | ©Niko Bruno da Silva Neithardt/KTS)
Portraitfotos der Preistragenden: (ab sofort | ©Ricardo Molina & Christopher
Stöckle/aha! film GmbH):
https://klartext-preis.de/files/Copyrighthinweise.docx
https://klartext-preis.de/files/Daniel_Racek.tif
https://klartext-preis.de/files/Felix_Spiske.tif
https://klartext-preis.de/files/Hannes_Westphal.tif
https://klartext-preis.de/files/Julian_Mangott.tif
https://klartext-preis.de/files/Meike_Hettwer.tif
https://klartext-preis.de/files/Phil_Richter.tif
https://klartext-preis.de/files/Thomas_Arne_Hensel.tif
Kontakt:
Klaus Tschira Stiftung
Rebecca Käppler, Projektkoordination KlarText-Preis
Tel.: 06221-533 145
E-Mail: ![]()
Anja Heinzelmann, Leiterin Kommunikation
Tel.: 06221-533 118
E-Mail: ![]()
Über die Klaus Tschira Stiftung:
Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und
Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von
dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins
Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und
Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten
und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung
setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere
Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de











