(openPR) Dr. Wu Shu-min, Präsident der taiwanischen Ärztevereinigung, begrüßt die Unterstützung der EU, der Vereinigten Staaten und Kanadas für einen Beobachterstatus Taiwans in der Weltgesundheitsorganisation.
Er ist jedoch der Meinung, dass nur eine Vollmitgliedschaft Taiwans dem internationalen Gesundheitswesen dient. Demgegenüber steht die aktive chinesische Obstruktionspolitik.
Obwohl Taiwan im vergangenen Jahr die Teilnahme an internationalen Konferenzen zur Vogelgrippe verwehrt wurde, ist es in Ostasien das einzige Land, das nicht vom H5N1 Virus betroffen war. Taiwan könnte wissenschaftlich und medizinisch internatonal wertvolle Hilfe leisten, wenn es in den Gremien der WHO mitarbeiten dürfte.
Dies ist ein Verlust für die Staatengemeinschaft. Katastrophal könnte sich der Ausschluss Taiwans für die eigene Bevölkerung entwickeln. Die SARS-Epidemie 2003 hat dies deutlich gezeigt. Von den WHO-Kanälen ausgeschlossen gelang es Taiwan nur mit Mühe der Epidemie Herr zu werden.
Die Weltgesundheitsorganisation baut zur Zeit ein globales System zur Krankheitskontrolle auf. Der Ausschluss eines Landes mit 23 Millionen Einwohnern kann nur als eine riesige Lücke in diesem Netzwerk empfunden werden. Die internationale Staatengemeinschaft sollte sich bewusst machen, dass eine Mitgliedschaft Taiwans in der WHO essentiell für ihre Interessen ist. So heißt es in der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation, dass eines der fundamentalen Rechte eines jeden Menschen ohne Ansehen von Rasse, Religion, politischer Überzeugung und wirtschaftlicher oder sozialer Lage der höchstmögliche Standard in der medizinischen Versorgung sei.





