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Christoph M. Schmidt tritt Amt als Leibniz-Präsident an

01.07.2026 • 11:19 Uhr • Wissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Zum heutigen 1. Juli tritt Christoph M. Schmidt das Amt als Präsident der Leibniz-Gemeinschaft an. Der Ökonom und bisherige Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen war Anfang Dezember 2025 von der Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft als achter Präsident der Wissenschaftsorganisation für eine vierjährige Amtszeit gewählt worden. Die offizielle Amtseinführung findet am 2. Juli in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt.

Mit seinem Amtsantritt verbindet Christoph M. Schmidt das Ziel, die Leibniz-Gemeinschaft als sichtbare und handlungsfähige Wissenschaftsgemeinschaft weiter zu profilieren. In den kommenden Monaten will er gemeinsam mit den Instituten sektionsübergreifende thematische Schwerpunkte klarer herausarbeiten und die Vernetzung innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft weiter stärken.

Damit soll deutlicher sichtbar werden, wofür Leibniz als Gemeinschaft steht: für wissenschaftliche Exzellenz, gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz sowie für die Fähigkeit, unterschiedliche Disziplinen entlang zentraler Zukunftsfragen zusammenzuführen. „Die Leibniz-Gemeinschaft hat ein spezielles Mandat unter den außeruniversitären Forschungsorganisationen, denn sie kann die Politik und die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, in einer komplexen und sich rasch verändernden Welt rationale und evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen“, sagt Christoph M. Schmidt.
Dazu wurde bereits durch den Vorstand der Leibniz-Gemeinschaft ein Strategieprozess mit den 96 Leibniz-Instituten angestoßen; erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, erklärt zur Amtsübernahme von Christoph M. Schmidt: „Die Leibniz-Gemeinschaft erhält mit Ihnen eine wichtige, eine prominente Stimme. Sie haben Wissenschaft nie als Selbstzweck verstanden, sondern immer auch als Grundlage gesellschaftlicher und politischer Gestaltung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Die Leibniz-Gemeinschaft ist ein wichtiger Partner unserer Hightech Agenda Deutschland, unserem wirtschaftlichen Zukunftsvertrag: für mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Wertschöpfung, mehr technologische Souveränität. Danke, dass Sie uns zur Seite stehen, bei unserem großen Projekt, Innovationen zu fördern und Top-Technologieland zu werden.“

Die Präsidentin des Europäischen Forschungsrats (ERC), Maria Leptin, sagt mit Blick auf die Forschung in Europa: „Zwei wichtige Prinzipien vereinen die Leibniz-Gemeinschaft und den ERC: das breite Spektrum der wissenschaftlichen Gebiete, die gefördert werden, das alle akademischen Disziplinen umfasst, und ein Weltbild, in dem exzellente Grundlagenforschung die wesentliche Voraussetzung für gesellschaftlichen Fortschritt ist. Ich freue mich, mit Christoph M Schmidt einen Präsidenten zu begrüßen, der diese Prinzipien zweifellos aktiv unterstützen und die Leibniz-Gemeinschaft als starke Stimme im europäischen Forschungszentrum weiter stärken wird.“

Gemeinsam mit Christoph M. Schmidt bilden fünf Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten den Vorstand der Leibniz-Gemeinschaft: Alexandra W. Busch, Generaldirektorin des LEIZA Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz, Albert Sickmann, Vorstandsvorsitzender des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften - ISAS in Dortmund, Barbara Sturm, wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie in Potsdam, Sebastian Lentz, ehemaliger Direktor des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig, sowie Martin Mittelbach, administrativer Direktor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main.

Ein Interview mit Christoph M. Schmidt im Magazin „leibniz“ ist online verfügbar unter .
Weitere Informationen zu Christoph M. Schmidt sowie Pressefotos finden sich online unter .

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 471
Mobil: 0174 / 310 81 74

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, vernetzen sich in übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, insbesondere mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf technologisch relevanter Forschung und aktivem Technologietransfer: Leibniz-Institute bringen innovative Entwicklungen gezielt in die Anwendung und fördern durch Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie die Umsetzung neuer Technologien in die Gesellschaft. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei gut 2,3 Milliarden Euro.

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