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Für Governance trägt die Politik die Verantwortung, die sie nicht delegieren kann

15.04.202610:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Für Governance trägt die Politik die Verantwortung, die sie nicht delegieren kann

(openPR) Erstmals fand die Tagung hybrid statt, sodass die Beiträge der 13. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance auch online miterlebt werden konnten. So begrüßte die Wissenschaftliche Leiterin Prof. Dr. Michèle Morner bei dieser Ausgabe besonders all jene Teilnehmenden, die sich aus allen Teilen des Landes zuschalteten. In ihrer Begrüßungsrede gab sie einen Einblick in die Herausforderungen, vor denen öffentliche Unternehmen derzeit stehen.

Daran schloss unter dem Titel „Gute Politik – und die Rolle öffentlicher Unternehmen“ der Eröffnungsvortrag von Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim a.D., an. Darin wies er auf die Bedeutung der kommunalen Ebene hin. Anschaulich zeigte er auf, welche Rolle öffentliche Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung der verschiedenen Gebietskörperschaften spielen können. Mit dem titelgebenden Zitat wies er dabei besonders auf die Bedeutung der richtigen Steuerung hin, die kommunales Handeln leiten soll. Entscheidend ist hierbei die richtige Rahmensetzung und Governance.

Im Fokus des folgenden Vortrags stand sodann die Bundesebene. Ministerialdirektor Stefan Ramge, Abteilungsleiter im Bundesministerium der Finanzen, warf einen Blick auf den Wandel der Arbeitswelt durch neue Technologien. Er stellte den Einsatz von KI im Beteiligungsmanagement und in den Beteiligungen des Bundes vor.

Wandel war auch das bestimmende Motiv des sich anschließenden Panels zu dem Beitrag moderner Rechnungshöfe. Der erste Beitrag stammte von Dr. Ulrich Keilmann, Direktor beim Hessischen Rechnungshof - Leiter der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften, dessen Impuls folgenden Titel trug: Vom Prüfbericht zur Wirkungsprüfung? – Rechnungshöfe im Wandel risikoorientierter Prüfung. Der zweite Beitrag stammte von Dr. Berend Lindner, LL.M. (Cambridge), Mitglied des Niedersächsischen Landesrechnungshofs und Staatssekretär a. D., der Neue Zeiten, neue Wege bei der Prüfung in den Blick nahm.

All diese beschriebenen Veränderungen können allerdings nur von den passenden Personen umgesetzt und der Wandel entsprechend gestaltet werden. Moderiert von Christian Fischer, Abteilungsleiter Grundsatz Beteiligungsmanagement der Behörde für Finanzen und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg, trug der folgende Vortrag von Dr. Anne Deter, Abteilungsleiterin für Politische Planung, Personal, Innere Dienste und Haushalt der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, den folgenden Titel: Menschen machen Governance: Wie wir die richtigen Köpfe für öffentliche Unternehmen finden?

Am zweiten Tag der Tagung stand zunächst die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Mittelpunkt. Im Rahmen eines Mini-Panels wurden aktuelle Entwicklungen sowie zentrale Herausforderungen in unsicheren Zeiten beleuchtet. Konstanze Wagner, Referatsleiterin Governance, Nachhaltigkeit & Stadtwirtschaft, Behörde für Finanzen und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg, und Viviane Pfennig, Leiterin Nachhaltigkeit & ESG, HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH, zeigten dabei anschaulich Ansätze einer konzernweiten Nachhaltigkeitsberichterstattung auf, während Florian Harrlandt, Leiter Grundsatzfragen Nachhaltigkeit beim Deutschen Nachhaltigkeitskodex, die Weiterentwicklung des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes in den Blick nahm.

Daran schloss ein Vortrag von Philipp Stiel, Senatsverwaltung für Finanzen Berlin, Abteilung Vermögen und Beteiligungen, mit Diskussion zum Klimapakt 2025–2030 des Landes Berlin an. Er verdeutlichte die zentrale Rolle der Beteiligungsunternehmen bei der Umsetzung klimapolitischer Zielsetzungen.
Im Fokus des folgenden Mini-Panels standen Resilienz und Risikomanagement in KRITIS-relevanten Bereichen. Maik Rimmasch, IT-Sicherheitsbeauftragter der Stadtwerke Essen, und Dr. Axel Walther, Senior Manager und Prokurist bei Deloitte, beleuchteten aktuelle Herausforderungen und machten die wachsende Bedeutung eines strategisch ausgerichteten Umgangs mit Risiken deutlich.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Panel zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im kommunalen Beteiligungsmanagement. Prof. Dr. Hermann Hill, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, warf einen Blick auf zukünftige Entwicklungslinien von KI, während Lars Scheider, Abteilungsleiter Beteiligungssteuerung Frankfurt am Main und Mitglied der Expertenkommission Deutscher Public Corporate Governance-Musterkodex, konkrete Anwendungen aus der Praxis der Stadt Frankfurt am Main vorstellte und deren zunehmende Relevanz für das Beteiligungsmanagement aufzeigte.

Die Finanzierung im öffentlichen Konzern bildete einen weiteren zentralen Themenblock des Tages. Unter dem Titel „Gemeinsam oder getrennt, grün oder einfach nur günstig?“ wurden unterschiedliche Perspektiven auf die Ausgestaltung der Konzernfinanzierung diskutiert. Beiträge hierzu leisteten Dr. Jörg Arzt-Mergemeier, Vorstand der Freien und Hansestadt Hamburg FinanzServiceAgentur, Prof. Dr. Dörte Diemert, Stadtkämmerin und Dezernentin für Finanzen und Recht der Stadt Köln, und Dr. Stefan Meßmer, Baker Tilly Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Stuttgart.

Den Abschluss bildete der PCG-Zukunfts-Slam, der den Blick nach vorn richtete. In kurzen Impulsen diskutierten verschiedene Expertinnen und Experten zentrale Fragen der zukünftigen Ausgestaltung der Public Corporate Governance.

Neben den hochklassigen Fachbeiträgen sind hervorstechende Merkmale der Tagung die Gelegenheit zu Austausch und die Vernetzung, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder in der angenehmen Atmosphäre der Universität Speyer ausgiebig nutzten. Die 14. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance: Leitung und Steuerung öffentlicher Unternehmen - Chancen für Städte & Kommunen sowie Bund & Länder wird im kommenden Frühjahr am 5. /6. April April 2027 wieder an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer stattfinden.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. Michèle Morner, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, Postfach 1409 - 67324 Speyer, Freiherr-vom-Stein-Straße 2, D-67346 Speyer, Telefon: +49 (0) 6232 654-275, E-Mail: E-Mail

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