(openPR) Deeptech-Anwendungen haben großes Potenzial und leisten einen wichtigen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, beispielsweise in den Bereichen Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Aber technologisch ausgerichtete Startups sind nach der Gründung zahlreichen Risiken ausgesetzt: Sie sind kapital- und zeitintensiv und benötigen gut funktionierende Rahmenbedingungen, in denen Akteur:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie sowie öffentliches und privates Kapital zusammenwirken. An dieser Stelle bestehen im deutschen Innovationsökosystem weiterhin strukturelle Defizite. Diese reichen beispielsweise von der mangelnden Verankerung von Entrepreneurship-Unterstützung im Forschungs- und Hochschulsystem, über an vielen Stellen fehlende Netzwerke zwischen Wissenschaftler:innen sowie Vertreter:innen aus Industrie und Wirtschaft bis hin zur Professionalisierung regionaler Innovationsökosysteme.
Mit dem neuen Förderprogramm „Deeptech-Innovationsökosysteme“ setzt die Joachim Herz Stiftung genau hier an. Sie finanziert zwei modellhafte Projekte mit jeweils bis zu einer Million Euro über einen Zeitraum von maximal drei Jahren.
Gefördert werden innovative Programme, die strukturelle Herausforderungen in Innovationsökosystemen adressieren – etwa durch neue Qualifizierungs- und Unterstützungsformate für Forschende, durch die Beschleunigung von Transferprozessen oder durch eine stärkere Vernetzung der Beteiligten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kapital. Im Fokus stehen Vorhaben mit Modellcharakter, die Deeptech-Gründungen stärken und Innovationsökosysteme weiterentwickeln; die Projekte sollen skalierbar, übertragbar und langfristig wirksam sein.
„Wir wollen Institutionen gezielt befähigen, neue Ansätze schnell zu erproben und in die Umsetzung zu bringen. Gerade im Deeptech-Bereich braucht es mehr Geschwindigkeit und Agilität, um aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkret nutzbare Anwendungen zu entwickeln. Unsere Förderung schafft den Freiraum, innovative Projekte zu pilotieren und neue Impulse im Innovationsökosystem zu setzen“, so Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung.
Antragsberechtigt sind deutsche Hochschulen, steuerbegünstigte Forschungseinrichtungen, öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie gemeinnützige Organisationen mit Bezug zu Deeptech-Entrepreneurship und Innovationsökosystemen.
Detaillierte Informationen zum Förderprogramm sowie die Online-Bewerbung sind unter https://www.joachim-herz-stiftung.de/deeptech zu finden. Bewerbungen sind bis zum 14. Juni 2026 möglich.











