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Heidelberger Geowissenschaftler koordiniert Schwerpunktprogramm zu Forschungsschiffen

(openPR) Pressemitteilung
Heidelberg, 2. April 2026

Heidelberger Geowissenschaftler koordiniert Schwerpunktprogramm zu Forschungsschiffen
Von der DFG gefördertes Netzwerk soll neue Impulse in der marinen Forschung setzen

Mit der Einrichtung der Koordinationsstelle an der Universität Heidelberg ist das Infrastruktur-Schwerpunktprogramm (SPP) „Forschungsschiffe“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gestartet. Geleitet wird das interdisziplinäre Netzwerk von Prof. Dr. Oliver Friedrich vom Institut für Geowissenschaften der Ruperto Carola. Ziel des Programms ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der marinen Forschung zu vernetzen, Expeditionen durchzuführen sowie innovative Forschungsansätze zu entwickeln. Die Arbeit der Koordinationsstelle wird zunächst für die Dauer von drei Jahren mit rund 680.000 Euro gefördert.

„Zentrales Anliegen unserer Arbeit ist es, alle relevanten Akteurinnen und Akteure der schiffsgestützten Forschung in Deutschland zusammenbringen”, betont Koordinator Oliver Friedrich. „Damit wollen wir dieses zentrale Forschungsfeld auf neue Herausforderungen, wie sie zum Beispiel mit dem fortschreitenden Klimawandel, dem Biodiversitätsverlust aber auch den globalpolitischen Veränderungen einhergehen, vorbereiten”, ergänzt der Geowissenschaftler, der an der Universität Heidelberg zur Rekonstruktion der Klima- und Ökosystemdynamik in der erdgeschichtlichen Vergangenheit forscht. Zu den Aufgaben der Koordinationsstelle gehört die Abstimmung von Fahrtanträgen, die wissenschaftliche Vernetzung sowie die Organisation und Außendarstellung der geförderten Teilprojekte. Sie fungiert dabei als Schnittstelle zwischen den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der DFG und der Fachöffentlichkeit.

Im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Forschungsschiffe“ wurden bislang knapp 20 Teilprojekte bewilligt. Sie befassen sich mit Themen wie dem Ozean in einem sich wandelnden Klima, mit ozeanischen Grenzflächen oder marinen Ökosystemen. Die Vorhaben sind in den Bereichen Geowissenschaften, Biologie, Ozeanographie, Chemie und Physik angesiedelt. Insgesamt können bis zu 30 Teilprojekte gefördert werden, hierfür stehen jährlich bis zu 8,2 Millionen Euro zur Verfügung. Damit unterstützt die DFG vor allem Expeditionen und die Auswertung der gewonnenen Daten, aber auch wissenschaftliche Tagungen, Nachwuchsförderformate und den Austausch zwischen den Forscherinnen und Forschern. Das SPP läuft zunächst bis zum Jahr 2031.

Wie Prof. Friedrich erläutert, verfügt Deutschland über eine der weltweit führenden Flotten von Forschungsschiffen. Die sieben großen und mittelgroßen sowie die zahlreichen kleineren Schiffe operieren in allen Ozeanen und können eine breite Palette wissenschaftlicher Geräte aufnehmen. Sie dienen als Plattformen für hochspezialisierte wissenschaftliche Missionen, ermöglichen die Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams und spielen eine zentrale Rolle in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Kontakt:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
E-Mail

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