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Statt Schwarzmarkt zu bekämpfen: Innenminister schießen auf Cannabis Clubs

05.12.202509:22 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Statt Schwarzmarkt zu bekämpfen: Innenminister schießen auf Cannabis Clubs
Logo CAD Bundesverband (© CAD e.V.)
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(openPR) Berlin, 05.12.2025: Die Innenministerkonferenz (IMK) in Bremen nimmt die Cannabis-Anbauvereine ins Visier. Mehrere Länder haben Beschlussentwürfe vorgelegt, die auf einen bundesweiten Genehmigungsstopp, zusätzliche Hürden und deutlich reduzierte Besitz- und Abgabemengen hinauslaufen.

Der Cannabis Anbauvereinigungen Deutschlands e.V. (CAD) sieht darin einen politischen Angriff auf die nicht-kommerzielle Versorgung und ein offenes Rollback der Legalisierung.

„Die IMK erklärt nicht den Schwarzmarkt zum Problem, sondern die Anbauvereine“, sagt Jana Halbreiter, Vorständin des CAD e.V. „Das ist keine Sicherheitspolitik, das ist eine Law-and-Order-Show auf dem Rücken derjenigen, die das Gesetz überhaupt erst praktisch umsetzen.“

Gebremst, bürokratisiert und jetzt als „wirkungslos“ abgestempelt

Offiziell wird kritisiert, Anbauvereine würden bisher nur einen geringen Teil des Bedarfs decken. Für den CAD ist das die direkte Folge politischer Entscheidungen:

  • verschleppte Genehmigungen,
  • immer neue Auflagen,
  • monatelange Rechtsunsicherheit.

Hinzu kommen die 500-Mitglieder-Grenze, die 200-Meter-Abstandsregelung und eine überzogene Bürokratie, die viele Projekte schon jetzt an den Rand der Belastbarkeit bringt.

Die Politik stellt den Anbauvereinen ein Bein und beschwert sich anschließend, dass sie nicht schnell genug laufen“, so Halbreiter. „Wer unter diesen Bedingungen keinen Vollersatz für den Schwarzmarkt schafft, liefert damit keinen Beweis gegen das Modell, sondern gegen die Rahmenbedingungen.“

Härte gegen legale Strukturen – kein Konzept gegen illegalen Handel

Parallel dazu will die IMK die erlaubten Besitz- und Abgabemengen „erheblich“ senken, obwohl die eigene Evaluation keinen dringenden Änderungsbedarf sieht.

Auffällig aus Sicht des CAD: Konkrete Vorschläge zur Bekämpfung des illegalen Marktes fehlen vollständig.

Es gibt keinen einzigen ernstzunehmenden Ansatz, wie der Schwarzmarkt tatsächlich zurückgedrängt werden soll“, kritisiert Halbreiter. „Statt den illegalen Handel anzugehen, werden die wenigen legalen Alternativen weiter geschwächt. Wer Anbauvereine schwächt, stärkt den Schwarzmarkt, das ist die einfache Wahrheit hinter diesen Papieren.“

Was der CAD fordert

Der CAD fordert Bund und Länder auf,

  1. keinen Genehmigungsstopp für Anbauvereine zu beschließen,
  2. Besitz- und Abgabemengen nicht gegen die eigene Evidenz abzusenken,
  3. die bestehenden Hürden aus 500er-Grenze, 200-Meter-Regel und Überbürokratie spürbar abzubauen,
  4. und endlich wirksame Strategien gegen den illegalen Markt vorzulegen, statt legale Strukturen kaputtzuregulieren.

Entweder wir wollen eine funktionierende legale Alternative zum Schwarzmarkt – dann müssen Anbauvereine arbeiten können“, so Halbreiter. „Oder man verabschiedet sich ehrlich von dieser Idee. Aber Sicherheit vorzuschieben, während legale Strukturen ausgehöhlt werden, ist unehrlich.“


Über den CAD e. V.
Der Cannabis Anbauvereinigungen Deutschlands e.V. ist die bundesweite Interes-senvertretung von legalen Anbauvereinen. Der Verein setzt sich für transparente, soziale und kontrollierte Strukturen im Rahmen des KCanG ein. Ziel ist es, einen Beitrag zur Entkriminalisierung, Aufklärung, Prävention und sicheren Versorgung von Mitgliedern zu leisten.

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