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Medikamentenabhängigkeit – die stille Sucht

04.04.200711:10 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Medikamentenabhängigkeit – die stille Sucht

(openPR) Die Bundesärztekammer warnt vor einem leichtfertigen Umgang mit Medikamenten. „Wir erliegen zu oft der Illusion, dass mit einer Tablette alle möglichen Befindlichkeitsstörungen beseitigt werden können. Dieses unreflektierte Reparaturbedürfnis verhindert eine ursachengerechte Therapie und kann schnell zu einer Gewöhnung, schlimmstenfalls zu einer Abhängigkeit von Medikamenten führen“, warnte Frau Dr. Astrid Bühren, Vorsitzende des Ausschusses „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer, bei der heutigen Vorstellung des Leitfadens „Medikamente – schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit“.

Kurze Anmerkung (L. Barth):
Der neue Leitfaden für Ärzte gibt wichtige Hinweise zur Behandlung gefährdeter Patienten. Mit Blick auf den multimorbiden Alterspatienten haben wir uns daher entschlossen, einige Beiträge zur Pharmakotherapie in Erinnerung zu bringen, die das Gefahrenspektrum – insbesondere der Polypharmazie – abrunden.

Quelle: IQB >>> zur Literaturschau >>>
http://www.iqb-info.de/Medikamentenabhaengigkeit.pdf

Bereits im Jahre 1999 ist ein Beitrag von Wagner zu dem Problemkreis der forensischen Gerontologie im Hinblick auf die Gewalt an alten Men¬schen erschienen und er plädiert dafür, dass sich hier ein Problembereich aufgetan hat, den es gilt, weiter mit Nachdruck aufzuarbeiten:
„Wer alte Menschen erlebt hat, deren Persönlichkeit bei nicht zu verant¬wortender Dauergabe von Psychopharmaka hinter der `chemischen Zwangsjacke` verschwand, der fragt sich immer wieder, wo das Verantwortungsbewusstsein derer geblieben ist, die mit solchen Dauerrezepturen alte Menschen bis zur Intoxikation und eventuell bis zum Tod chemisch misshandeln“.

Quelle: H.-J. Wagner, Interdisziplinäre Probleme und Aufgaben, in Dt.Ärztebl 1999; 96: A-3032-3034 (Heft 47)
>>> http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=20111

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