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Ausbildungsplatzabgabe

14.07.202508:06 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Ausbildungsplatzabgabe
Firmenlogo (© Heider Elektro GmbH)
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(openPR) Öffentlicher Brief zur geplanten Ausbildungsplatzabgabe in Berlin

Rede des „Regierder Bürgermeister von Berlin Kai Wegner“

anlässlich der 125 Jahrfeier der Handwerkskammer Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Verwunderung und wachsender Besorgnis nehmen wir weiterhin die Pläne des Berliner Senats zur Einführung einer sogenannten „Ausbildungsplatzabgabe“ zur Kenntnis. Die Idee, Unternehmen finanziell zu sanktionieren, wenn sie nach politischer Einschätzung „zu wenige“ Ausbildungsplätze anbieten, verkennt die Realität auf dem Ausbildungsmarkt – insbesondere im Handwerk.

Im Jahr 2024 blieben bundesweit über 69.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Im Berliner Handwerk standen zahlreiche Lehrstellen offen – trotz intensiver Bemühungen der Betriebe. Diese Situation ist kein Ausdruck mangelnden Engagements der Unternehmen, sondern ein Symptom eines tieferliegenden, gesellschaftlichen Problems:

Immer mehr Schulabgänger verlassen die Schulen ohne Abschluss oder mit unzureichenden Grundkompetenzen.

Vielen Jugendlichen fehlt es an Grundlagen in Mathematik, Deutsch oder Sozialkompetenz, um eine duale Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen.

Die Zahl derjenigen, die ausbildungsfähig sind und zugleich ausbildungswillig, nimmt stetig ab.

Trotz dieser Herausforderungen investieren Handwerksbetriebe wie unserer seit Jahren in Nachwuchsförderung: durch Praktika, Berufsorientierung an Schulen, Nachhilfeangebote im Betrieb und intensive Betreuung der Auszubildenden.

Es ist schlicht weltfremd, zu glauben, dass durch zusätzlichen Druck auf die Betriebe neue Ausbildungsplätze entstehen, wenn es bereits heute an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern fehlt.

Statt einer Abgabe brauchen wir:

  • Stärkere Bildungsanstrengungen an den Schulen: Grundkompetenzen müssen bereits im Primarbereich und der Sekundarstufe I verlässlich vermittelt werden.

  • Verpflichtende Berufsorientierung an allen Schultypen – auch an Gymnasien – ab Klasse 8.

  • Förderprogramme für nicht ausbildungsreife Jugendliche, um gezielt Lücken zu schließen.

  • Separierung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund bis die Sprachkompetenz ausreichend ist, um dem Unterricht folgen zu können und nicht den Klassenverband zu stören

  • Entbürokratisierung und echte Anerkennung der Ausbildungsleistung durch das Handwerk.

Das Handwerk ist nicht das Problem – es ist Teil der Lösung. Es ist ein gefährlicher Irrweg, den Fachkräftemangel mit Zwang und Strafen lösen zu wollen, anstatt die Ursachen zu bekämpfen:

  • unzureichende schulische Bildung,
  • fehlende gesellschaftliche Wertschätzung für Ausbildungsberufe
  • und eine Politik, die zwar Forderungen stellt, aber selbst zu wenig Verantwortung übernimmt.

Wir fordern den Berliner Senat auf, diese Pläne zurückzunehmen und stattdessen mit den Betrieben in einen ehrlichen, lösungsorientierten Dialog zu treten.

Die Forderung nach zusätzlichen 2.000 „besetzten Ausbildungsplätzen“ um das Vorhaben einer geplanten Ausbildungsabgabe abwenden zu können, ist der Weg in eine Sackgasse und steht nicht für ein Miteinander.

Mit besten Grüßen

Mike Heider

Geschäftsführer der Heider Elektro GmbH

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