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WASG/DIE LINKE: Von Job-Wunder kann keine Rede sein

27.03.200716:56 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: WASG/DIE LINKE: Von Job-Wunder kann keine Rede sein
Landesverband der WASG Hessen
Landesverband der WASG Hessen

(openPR) Nach einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitlosen in Hessen formal deutlich gesunken. Bei näherem Hinsehen ergibt sich aber ein differenzierteres Bild. Nicht einmal jeder zweite Arbeitslose, der aus der Statistik verschwindet, kommt auch in Arbeit. Folgerichtig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nur um 26.500.



"Es besteht die Gefahr, dass der wirtschaftliche Aufschwung am Arbeitsmarkt und damit an den meisten Arbeitslosen vorbei geht", so Dieter Hooge, Pressesprecher der hessischen WASG. So seien nach Angaben der Agentur für Arbeit von den 22.268 Arbeitslosen, die in Hessen im Februar aus der Statistik verschwunden sind, lediglich 8.085 Arbeitslose auch tatsächlich in Arbeit gekommen. 4.202 gingen in eine Ausbildung, davon 3.522 in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. In die Nichterwerbstätigkeit wechselten8.248.

"Vor dem Hintergrund dieser Zahlen besteht überhaupt kein Grund zum Jubeln und von einem Job-Wunder kann schon gar keine Rede sein", so Achim Kessler, Pressesprecher von Die LINKE Hessen. Rund die Hälfte der neuen Arbeitsplätze seien Leiharbeits-Jobs. Abbau von Arbeitslosigkeit dürfe aber nicht den Aufbau von prekären Jobs bedeuten. Benötigt würden sichere und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, die den Menschen auch ein vernünftiges Einkommen garantierten. Nur solche Arbeitsplätze brächten zudem das dringend benötigte Geld in die Kassen der Renten- und Krankenversicherung.

Kessler und Hooge fordern die hessischen Arbeitgeber auf, endlich ihren Beitrag für die Schaffung sicherer Arbeitsplätze zu leisten. Angesichts drastischer Gewinnsteigerungen könnten sie sich das auch leisten. Es sei nicht hinzunehmen, dass die Beschäftigten in den Betrieben bis zum Umfallen arbeiten müssten und die meisten Arbeitslosen keine Chance bekämen.

Mit statistischen Tricks beseitige man nicht das Problem der Massenarbeitslosigkeit. Jetzt seien die Unternehmer, aber auch die öffentlichen Arbeitgeber gefordert endlich in den Aufbau von Arbeit zu investieren. Die beiden Pressesprecher fordern den hessischen Ministerpräsidenten Koch auf, die Arbeitslosen-Statistik genau zu analysieren bevor er wieder in Jubel ausbreche, über die Erfolge des Landes bei der Arbeitsmarktpolitik.

Dr. Achim Kessler
Pressesprecher - Die Linkspartei.Hessen
Landesvorstand
Mobil: 0172 14 17 19 5
E-Mail: E-Mail

Dieter Hooge
Pressesprecher - PARTEI Arbeit und soziale Gerechtigkeit - die Wahlalternative
Landesverband Hessen
Mobil: 0171 3358802
Email: E-Mail

Die Linkspartei.Hessen
WASG-Hessen
Landesvorstand
Große Seestraße 29
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069 71 67 97 03
Fax: 069 71 67 97 05

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