(openPR) Nun sollen die deutschen Renten nach den Worten von Arbeitsminister Müntefering erstmals seit 2003 wieder steigen.
Was an sich ein positives Signal ist, die ältere Generation und ihre Lebensarbeit endlich wertzuschätzen, verblaßt angesichts des Ausmaßes der Steigerung: Um gerademal 0,54 % erhöhen sich die Renten. Wer beispielsweise eine Rente von 800 Euro bezieht, erhält nun gerademal 4,32 Euro mehr. Das ist deutlich weniger als die Inflationsrate (von der jüngsten Mehrwertsteuererhöhung ganz zu schweigen); de facto ergibt sich also eine erneute Rentensenkung.
Sicherlich ist auch eine Erhöhung um ein halbes Prozent besser als eine erneute Stagnation. Nur steht zu befürchten, daß diese Steigerung nun die nächsten Jahre als Alibi für weitere Nullrunden dienen wird. Daneben ist ein solcher Betrag, der mehr einem Almosen als einer Aufrechterhaltung des Lebensstandards gleichkommt, aber auch eine Beleidigung für alle Rentner. Altersbezüge sind immer noch keine Sozialleistung, sondern ein Anspruch, den man sich über Jahrzehnte erarbeitet hat.
Man wird den Bundespolitikern jedoch zugestehen müssen, daß ihre Sparsamkeit auf Kosten der Rentner nicht unbedingt auf bösem Willen oder Rücksichtslosigkeit beruht, sondern daß der Fehler im System zu suchen ist: Die Ausplünderung der Rentenfonds und der Politik nach Kassenlage hat sich zum allgemeinen Prinzip enzwickelt. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre die Umstellung auf eine „personenbezogene und wertbeständige Rücklagenbildung“, wie es das Programm der Bayernpartei seit Jahren fordert.
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Thomas Christian Hummel
Bezirksvorsitzender
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