(openPR) Anzahl der Vertragshändler stark rückläufig.
Seit Bekanntgabe der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) der EU-Kommission im Jahr 2002 fand eine erhebliche Strukturveränderung bei den Vertragswerkstätten statt. Die Automobilhersteller stellten ihr Vertriebsnetz auf den Prüfstand mit der Folge, dass zur Erhöhung der Vertriebseffizienz die Anzahl der Partner verkleinert wurde. So nahm die Anzahl der autorisierten Verkaufsstellen in den letzten drei Jahren um knapp 20 % ab. Sicherlich hat in dieser Zeit auch die allgemein schwache Automobilnachfrage zur Marktbereinigung beigetragen.
Mehrmarkenvertrieb wächst verhalten
Während der letzten drei Jahre stieg der Mehrmarkenhandel nur um 6 Prozentpunkte. Das belegt eine aktuelle Untersuchung von 3hm Automotive, Strategie- und Managementberatung. Treiber waren die großen Autohandelsgruppen, die ihr Netz weiter ausgebaut haben. Dabei waren es weniger die Verkaufsstellen für Premiummarken, sondern jene beispielsweise von Opel, die Konzernmarken (wie Chevrolet) in ihr Portefeuille aufgenommen haben.
Knapp 50 % Mehrmarkenservice
Während das Vertriebsnetz der Automobilhersteller verkleinert wurde, nahmen die Servicebetriebe sogar um 4 % zu. Es waren insbesondere die Werkstätten für Importfabrikate, die ihre Marktabdeckung verbreitert haben. Mittlerweile sind es 47 % der Autohäuser, die Leistungen für mehrere Automarken vertraglich anbieten. Davon führen fast 30 % den Service für zwei Marken und über 10 % für drei Marken durch.
Neben den Autohäusern mit annähernd 25.000 Betrieben kommen noch mal ca. 15.000 Freie Werkstätten hinzu, welche um den Autoservice bei den Autofahrern kämpfen. Dieser steigende Wettbewerb ist gut für die Autofahrer, aber schlecht für jene Betriebe, die nicht konsequent auf Kundenorientierung setzen. Mit einer anhaltenden Konsolidierung im Kfz-Gewerbe ist jedenfalls weiter zu rechnen.
17. März 2007







