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T-City-Serie: Arnsberg 2012 – Die Unternehmerin (Folge 6)

18.02.200717:20 UhrIT, New Media & Software
Bild: T-City-Serie:  Arnsberg 2012 –  Die Unternehmerin (Folge 6)
Arnsberg T-City: Eine ganze Stadt gewinnt
Arnsberg T-City: Eine ganze Stadt gewinnt

(openPR) Ortstermin an der Schlossruine der T-City Arnsberg. Laura Bogmann stellt ihren Laptop auf einen Mauervorsprung und führt den Eventmanagern des Kunstfestivals ihr Lichtkonzept vor: Die Szenerie wirkt so, als hätte eine Geisterhand die Ruine mitten ins All gestellt. Rund um die alten Mauern wölbt sich ein funkelnder dreidimensionaler Sternhimmel und taucht das Areal in ein mystisches Licht. „Wenn Sie wissen wollen, wie das Konzept für die Gäste wirkt, dann kommen sie doch mal in unseren virtuellen Präsentationsraum,“ sagt die Unternehmerin. „Dort können Sie in der dreidimensionalen Simulation der beleuchteten Ruine herumspazieren und sich das Licht von verschiedenen Perspektiven aus betrachten.“ Die Designerin und Ingenieurin packt ihren Laptop ein und fährt zurück zu ihrer Firma StellaX ins Gewerbegebiet von Neheim. Das Unternehmen entwickelt holografische Leuchtkörper, die frei im Raum schweben und in verschiedenen Farben leuchten können. Gefragt sind ihre Lichtkonzepte vor allem für Großveranstaltungen oder Konzertsäle aber auch für Einkaufscenter, Empfangshallen oder Parks. Laura Bogmann hat ihre Firma gleich nach dem Studium vor sechs Jahren gegründet. Heute beschäftigt sie über zweihundert Mitarbeiter, davon sechzig in Arnsberg und die übrigen in zwei Produktionsstätten in Spanien und Russland. In der Arnsberger Firmenzentrale arbeiten überwiegend Designer, Entwickler und Vertriebsmanager. Viele dieser Mitarbeiter sind international gefragte Spitzenkräfte, sie ins tiefe Sauerland zu holen war dennoch kein Problem. Schließlich ist Arnsberg über schnelle Datenautobahnen mit der ganzen Welt verbunden. Seit einem halben Jahr laufen bei StellaX immer mehr Aufträge aus China ein. Deshalb spielt Laura Bogmann mit dem Gedanken, dort ihre erste außereuropäische Niederlassung zu gründen: Ein Vertriebsbüro mit kleiner Entwicklungsabteilung, damit die Wünsche der chinesischen Kunden gleich vor Ort in Produktinnovationen umgesetzt werden können. Doch der Unternehmerin ist klar, dass sie alleine die ehrgeizige Expansion nicht stemmen kann. Ihre Firma ist schlank, alle Geschäftsbereiche, die nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören, wurden von Anfang an konsequent ausgegliedert. Finanzwesen, Personalarbeit, Logistik und Werbung haben verschiedene Partner des Arnsberger Dienstleisternetzwerks übernommen. Über diese virtuelle Kooperation bieten regionale Firmen wie Steuerkanzleien, Agenturen oder Beratungsbüros unternehmensnahe Dienstleistungen für den Arnsberger Mittelstand an. Auch Verena Runge, eine Freundin der StellaX-Chefin, gehört als Wirtschaftsprüferin zu diesem Netzwerk. Beim gemeinsamen Mittagessen erzählt Laura Bogmann von ihrem Chinaprojekt: „Eigentlich bräuchte ich für diese Expansion eine der großen Consultingfirmen aus Düsseldorf oder Frankfurt. Aber die sind mir einfach zu anonym, da fehlt mir irgendwie das Urvertrauen.“ „Kann ich bestens nachvollziehen“, sagt ihre Freundin. „Aber ich habe da eine Idee. Stell’ deine Pläne doch einfach mal unserem Dienstleisternetzwerk vor. Wir haben morgen ein virtuelles Meeting, da können wir besprechen, ob wir das nötige Know-how im Netzwerk haben und wie wir es zu einem Projektteam für dich bündeln können.“



Zurück im Büro meldet sich Laura Bogmann sofort mit einer Kurzbeschreibung ihres China-Projekts bei der virtuellen Zentrale des Dienstleisternetzwerks für das morgige Meeting an. Gleich darauf erreicht sie eine E-mail ihres Personaldienstleisters. ‚Betrifft Bewerbung Marc Vollmer. Sie erhalten eine Kurzfassung der Videoaufzeichnung des Vorstellungsgesprächs. Der junge Arnsberger in Peking macht einen sehr guten Eindruck, wir haben den Vertrag vorbereitet.’ Die Unternehmerin schaut sich das Video an und gibt Grünes Licht für den Vertragsabschluß. ‚Das erstes Mosaikstück für mein China-Projekt’, geht ihr dabei durch den Kopf. Nachmittags steht eine Besprechung mit der Entwicklungsabteilung auf dem Plan. Beim Lichtkonzept für das Kulturfestival gibt es technische Probleme, man brütet gemeinsam darüber bis in den Abend hinein. Eigentlich wollte sich Laura Bergmann den Vortrag eines chinesischen Marktforschers bei der Industrie- und Handelskammer anhören. Aber dafür ist es jetzt zu spät. Zuhause wählt sie sich auf ihrem Monitor in das virtuelle IHK-Gebäude ein, geht zum Vortragssaal und legt die Füße hoch um sich die Videoaufzeichnung des Vortrags anzuschauen – ganz entspannt mit einem Gläschen Rotwein.

Noch von Zuhause aus klickt sich Laura Borgmann am nächsten Morgen in das virtuelle Büro des Dienstleisternetzwerks Dort sind bereits acht Firmen aus Arnsberg und Umgebung zugeschaltet. Es dauert kaum eine halbe Stunde, bis das Projektteam für StellaX China aufgestellt ist: der Organisationsentwickler für das Geschäftsmodell, der IT-Berater für die Hard- und Software, die Rechtsanwaltskanzlei für die Gründungsformalitäten, der Finanzexperte für den Businessplan, das Personalbüro für die Führungskräfteschulung, und im weiteren Projektverlauf der Logistikfachmann, die Werbeagentur und ein Experte für interkulturelle Kommunikation. Diese Rolle wird zunächst einmal Marc Vollmer übernehmen, ihr neuer Mitarbeiter, der noch in Peking ist. Wenn sie sich mit ihm am Nachmittag im virtuellen Konferenzzimmer ihrer Firma trifft, wird sie ihn über seine künftige Aufgabe informieren. „Wie haben wir so umfangreiche Aufgaben eigentlich bewältigt, als wir noch keine T-City waren und uns diese Möglichkeiten der Vernetzung noch nicht zur Verfügung standen“ fragt sich Laura Borgmann bevor Sie aus dem Haus geht. In der Arnsberger Altstadt warten einige Vertreter der Bürgerinitiative ‚Glockenturm’ auf sie. Die Unternehmerin sitzt im lokalen Beirat für Stadtgestaltung und engagiert sich in dieser Funktion besonders für ein neues Stadtentwicklungskonzept für den Altstadtbereich Steinweg /Alter Markt.

Wie die Bürger von Arnsberg aktiv an der Stadtplanung mitwirken, wie sie die Vergangenheit mit der Zukunft verbinden und das Leben in ihre Stadt virtuell und real lebenswerter machen, dazu mehr in der nächsten Folge oder im Internet unter www.arnsberg.de/t-city

Arnsberg T-City: Eine ganze Stadt gewinnt - Wolfgang Mattern

Das Arnsberger T-City-Kompetenzteam
Dipl.-Ing. Wolfgang Mattern
Wiebelsheidestr. 51

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