(openPR) Oppenheim / Rhein. Bis zum Donnerstag sollten Sie unbedingt alles sturmsicher machen und am Donnerstag selbst möglichst die Nähe zu einzelnen Bäumen oder gar bewaldeten Gebieten meiden, denn Orkantief Kyrill fegt am Donnerstag mit Orkanböen bis ins Flachland und bis nach Süddeutschland über unsere Köpfe hinweg. Dabei erreicht der Orkan in der zweiten Tageshälfte sein Maximum. Sein Zentrum zieht über die Nordsee und Dänemark hinweg Richtung Baltikum. Davor warnen die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd. ausdrücklich.
In der Nacht schwenkt dann von Nordwesten seine zugehörige Kaltfront mit nochmaligen Orkanböen, Starkregen und örtlich auch Blitz und Donner nach Südosten, bleibt aber über Süddeutschland hängen und wird dort in der zweiten Tageshälfte des Freitags mit einem neuen Warmluftvorstoß wieder nach Nordosten abgedrängt.
Der Sturm wird am Donnerstag im Norden und in der Mitte von teils länger anhaltendem Starkregen begleitet. Lediglich in Südbaden und südlich der Donau hält sich der Regen tagsüber noch weitgehend zurück, nicht aber der Sturm. Doch im Lauf des späten Abends setzen auch hier teils kräftige Regenfälle ein. Das einzig relativ Angenehme, wenn auch für die Jahreszeit Ungewöhnliche - aber inzwischen Gewohnte - sind bei diesem Wetter noch die Temperaturen zwischen 11 und 14 Grad. Insgesamt können aber auch die ungewöhnlich hohen Temperaturen um 12 Grad nicht über diesen Fehlgriff von Petrus am Donnerstag hinweg täuschen. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen ihre Vernunft walten lassen, sich so weit wie irgend möglich in ihre Wohngebäude zurückziehen und der Orkan nicht all zu heftig wütet - weder in unseren Wäldern noch an den Häusern und Autos. Immerhin kann der Aufenthalt im Freien Lebensgefahr bedeuten - ganz gleich, ob im Auto oder zu Fuß.
Der Winter gibt sich deswegen aber noch nicht ganz geschlagen - im Gegenteil. Nächste Woche ist die Zeit für den längst überfälligen Gegenschlag gekommen. Für die letzte Januardekade zeichnet sich eine deutliche Abkühlung mit einer winterlichen Witterungsperiode ab. Auch wenn es in den Tälern möglicherweise nicht für die weiße Pracht reicht, so können zumindest die Wintersportgebiete in den Mittelgebirgen Hoffnung schöpfen. Dennoch ist auch der Januar schon jetzt nicht mehr zu retten. Wiederum muss mit positiven Abweichungen von 3 Grad zum Mittel gerechnet werden; im Augenblick sind es oft mehr als 4 Grad.
Die sich anbahnende Umstellung der Wetterlage ab Sonntag bestärkt die Winterliebhaber in der Hoffnung, dass der Februar nicht mehr nahtlos an die vorausgegangenen fünf Monate von September bis Januar anknüpft. Er könnte stattdessen der einzig "normale" Monat werden - nach fünf Monaten in Folge mit positiven Temperaturabweichungen gegenüber dem langjährigen Mittel um 3 Grad und mehr.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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