(openPR) Mit Empörung und völligem Unverständnis nehmen 6500 Großziethener Bürger die Einstellung der Buslinie 735 seit dem 11.12.2006 durch den kreiseigenen Verkehrsträger RVS zur Kenntnis. Wie auch die ausführliche Beiträge im rbb Fernsehen vom 10.12.2006 und 20.12.2006 gezeigt haben, wie aber auch viele Zeitungsberichte in Brandenburger und Berliner Tageszeitungen, als auch geführte Interview mit diversen Radiosendern, ist diese Buslinie für viele Bürger - seien es Schüler, Berufstätige oder auch Gelegenheitsfahrgäste, wie Rentner, Behinderte, Kinderkartenkinder, Hortkinder oder auch einfach nur Besucher - ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur, der unbedingt erhalten bleiben muss. Das dokumentieren vor allem auch die rund 1000 abgegebenen Unterschriften zur Wiederinbetriebnahme der Buslinie 735, die die Bürgerinitiative „Unser Großziethen“ zusammen getragen haben. Dieser Beweis bürgerlichen Engagements lässt sich jederzeit wieder antreten, wenngleich die Botschaft die gleiche bleibt:
Der Betrieb der Linie 735 muss wieder aufgenommen werden!
Seitens der kreiseigenen RVS bzw. des VBB wird die Einstellung der Buslinie 735 vordergründig damit erklärt, dass nicht genug direkt zahlende Nutzer deren Betrieb rechtfertigen. Dabei wird komplett übersehen, dass eine an schuldhaftes Verschweigen grenzende Informationspolitik der RVS diesen misslichen Umstand erst erzeugt hat: Kein Kunde der RVS kannte bisher die eigenwilligen Finanzströme innerhalb des VBB, keinem Großziethener Bürger war bislang bewusst, dass der Kauf einer BVG-Zeitkarte letztlich den eigenen Verkehrsträger schwächt, und leider kann auch kaum jemand auf Anhieb sagen, wo Interessierte eine Jahreskarte der RVS kaufen können. Dass sich Orts- und Gemeindebürgermeister von Großziethen/Schönefeld, wie auch der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald in dieser Angelegenheit eine bemerkenswerte Zurückhaltung an den Tag legen, macht die Sache nicht besser, verdeutlicht aber auch die politische Dimension der Linieneinstellung.
Weiter Informationen erhalten Sie auch auf:
www.unser-grossziethen.de und www.grossziethen-forum.de
Frau Tina Fischer, Abgeordnete des brandenburgischen Landtags und Mitglied des Landesvorstands der brandenburgischen SPD, hat aus diesem Grund am Mittwoch den 17.01.2007 um 19.00 Uhr in das Rathaus Schönefeld die gewählten Volksvertreter der Gemeinde Schönefeld, den stellvertretenden Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, die Geschäftsführung des kreiseigenen Verkehrsträgers RVS, den Leiter des Schulverwaltungsamtes des Kreises Dahme-Spreewald und Vertreter der Bürgerinitiative ``Unser Großziethen´´ zu einem Gespräch eingeladen.
Erörtert werden unter anderem die Fragen:
1. Wieso hat die RVS und der Kreis Dahme Spreewald, als 100% Gesellschafter, so spät über die Einstellung der Buslinie 735 informiert, wenn sie alle offiziell seit dem 16.Oktober 2006 darüber informiert waren?
2. Wieso gab es keine Bestrebungen seitens der RVS Kunden zu gewinnen, zum Beispiel durch Werbung, wenn bekannt war, dass die Buslinie 735 defizitär fährt?
3. Warum gibt es keine RVS-Ticket-Verkaufsstelle in Großziethen?
4. Welche Werbemaßnahmen sind geplant um mehr Kunden für die RVS in Großziethen und generell zu gewinnen?
5. Ist die Buslinie 736 auch in Gefahr?
6. Was passiert wenn gar kein Bus mehr durch Großziethen fährt?
7. Was hat bisher wirklich die Verhandlungen mit der BVG scheitern lassen?
8. Warum wartet die BVG heute noch auf Zahlen und Gesprächsbereitschaft der RVS?
Über den Ausgang des Gespräches am 17.01.07 werden wir selbstverständlich informieren.
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Bürgerinitiative "Unser Großziethen"
Karl-Marx-Straße 25 D
12529 Schönefeld OT Großziethen
www.unser-grossziethen.de
Tel.: 03379 312531
Fax: 03379 312535
Die Bürgerinitiative "Unser Großziethen" gibt es seit 12-06 und wurde ins Leben gerufen, weil die Politik nicht mehr das hält was sie versprochen haben. Hauptgrund war aber auch die Streichung der kreiseigenen Buslinie 735.








