(openPR) „Wir haben mit unserer Beschwerde beim Bundeskartellamt in ein Wespennest gestochen. Dies ist erst der Anfang – wir werden weiterhin gegen die künstlich hoch getriebenen Energiekosten vorgehen“, so RA Dr. jur. Walter Erasmy, Hauptgeschäftsführer des Nord-Westdeutschen Verbandes der Textil- und Bekleidungsindustrie.
Der Textilverband hatte u. a. zusammen mit dem Verband der Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) und dem Stromanbieter EngeryLink, München, bereits im Juli 2005 Beschwerde gegen RWE beim Bundeskartellamt eingereicht, die sich auf die Einpreisung der CO2-Zertifikate bezog. Bereits auf seinem Energie-Symposium in Berlin am 13.12. hatte der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie (t+m) thematisiert, dass seitens der Energielieferanten Entgelte gefordert werden, welche die Kosten in einer überaus unangemessenen Weise überschreiten, und dass es sich dabei offenkundig um Missbrauch handelt.
Die Energieversorger rechnen derzeit die ihnen kostenlos vom Staat überlassenen Emissionszertifikate in die Verkaufspreise hinein, nachdem diese Lizenzen kaum nachvollziehbar an der Strombörse um ein Mehrfaches ihres Ausgabekurses gestiegen waren. „Solchen Praktiken muss seitens der Politik und der Justiz ein Riegel vorgeschoben werden, beispielsweise indem das Kartellrecht verschärft und konsequent Anwendung findet, um den Missbrauch seitens der Energielieferanten zu unterbinden“, so Erasmy.
„Der Beschluss des Bundeskartellamtes ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn durch die aufgrund mangelnden Wettbewerbs unnötig in die Höhe geschnellten Energiekosten erhöhen sich keinesfalls die Attraktivität und die Rentabilität des hiesigen Standorts. Die Folge sind zwangsläufig Insolvenzen, Abwanderungen und damit der Verlust von Arbeitsplätzen“, so Dr. Wolf-Rüdiger Baumann, Hauptgeschäftsführer von t+m.













