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Mikro-Kredite für Hartz-IV-Empfänger?

10.12.200613:20 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Muhammad Yunus

Die bevorstehende Verleihung des Friedensnobelpreises an den Volkswirtschaftler Muhammad Yunus sorgte an der Humboldt Universität Berlin für Begeisterung und Kritik. In einer „Nobelpreisvorlesung“ kurz vor der Preisvergabe analysierte Professor Axel Werwatz vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Yunus’ Leistungen. Dessen Engagement, zusammen mit der Grameen Bank armen Menschen in Bangladesch Kredite zu gewähren, hatte weltweit für Aufsehen gesorgt und dazu geführt, dass ihm heute in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen wird.



Die Zinssätze von zwanzig Prozent, die für die Kleinstkredite verlangt werden, seien „Wucher“, kritisierten Gäste in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt Uni. Dadurch entstünde ein „unverschämter“ sozialer Druck. Begrüßt wurde hingegen die Idee, durch Kleinstkredite die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Menschen zu fördern. Einige der mehr als 150 Teilnehmer regten sogar an, in Deutschland die Vergabe von Mikrokrediten an Hartz-IV-Empfänger zu testen.

Professor Werwatz, der das Prinzip der Mikrokredite erläuterte, verwies auf die Besonderheiten des Systems, das Muhammad Yunus mit der Bank realisiert. Diese zahlt die Kredite immer nur an Gruppen von fünf Personen aus, in der aber jeweils nur eine Person das Geld erhält, um damit eigene Geschäftsideen voranzubringen. Funktioniert die Rückzahlung, wird dem nächsten Gruppenmitglied ein Kredit gewährt. Die Verantwortung für die Rückzahlung trägt die gesamte Gruppe.

So wurden 1994 Kredite in Höhe von einer Milliarde Dollar vergeben, zehn Jahre später waren es bereits mehr als vier Milliarden Dollar. Die durchschnittliche Kredithöhe beträgt 118 Dollar. Oft sind es aber nur wenige Dollar, die ausbezahlt werden. Sie reichen jedoch aus, um die Menschen wirtschaftlich unabhängig zu machen. Die Grameen Bank hat inzwischen fast 3,5 Millionen Kunden oder Mitglieder, wie sie der Nobelpreisträger nennt. Unter dem Motto „Armut gehört ins Museum“ wirbt Yunus für seine Idee der Mikrokredite, um sie auch international durchzusetzen.

Neben den Einblicken in Yunus’ Arbeiten gab es in der „Nobelpreisvorlesung“ auch einen Vortrag über Edmund S. Phelps. Über den amerikanischen Ökonom referierte Professor Michael C. Burda von der wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt Uni. Phelps hatte für seine ökonomischen Theorien über den Zusammenhang von Lohninflation und Arbeitslosigkeit bereits den „Ehrenpreis zum Andenken an Alfred Nobel“ erhalten.

Professor Harald Uhlig, einer der Initiatoren dieser ersten „Nobelpreisvorlesung“, freute sich, dass neben Studenten auch viele interessierte Gäste der Einladung in die Humboldt Universität gefolgt waren. Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wolle auch künftig „nicht nur fröhlich vor sich hinforschen“, sondern mit weiteren Veranstaltungen dazu beitragen, „Fragen der Gesellschaft nach dem Wohlergehen der Menschen zu beantworten“ und „deren Sorgen über den Verlust des Arbeitsplatzes und vor einem Leben in Armut behandeln“.

Humboldt Universität zu Berlin
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Sonderforschungsbereich 649: Ökonomisches Risiko
Professor Harald Uhlig (Tel. 030.2093.5927 – E-Mail). Geschäftsführerin: Christine Polzer (Tel. 030.2093.5708; Fax 030.2093.5617)

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