(openPR) In vielen Fragen sind sich Angela, Jacques und Lech einig geworden, es war ein entspanntes Treffen und vor allem für Lech Kaczynski ein Zeichen der Solidarität und Anerkennung. Deutschland, Frankreich und Polen wollen ihre Zusammenarbeit in der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik ausbauen und schon bis zum Jahre 2011 einen gemeinsame Eingreiftruppe gründen. In der Fleischimportsache mit Russland erklärten sich Merkel und Chirac solidarisch mit Polen, ebenso wie in der von Polen gewünschten Hilfe zur Anbindung der Ukraine an die EU.
"Wir haben beschlossen, einen Gefechtsverband - bestehend aus deutschen, polnischen und französischen Soldaten - bis zum Jahr 2011 aufzustellen", sagte Frankreichs Präsident Jacques Chirac nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski am Dienstag im saarländischen Mettlach. Trotz aller nebenherlaufenden deutsch- polnischen Problemchen, zeigte Angela Merkel offen Sympatie und Respekt vor Polens Staatsoberhaupt, was von den polnischen Medien als äußerst positiv aufgenommen wurde.
"Wir sehen alle drei eine zunehmende Bedeutung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik", ergänzte Merkel. Dies spiegele sich schon jetzt wieder in einem gemeinsamen Engagement bei Militäreinsätzen im Libanon, in Afghanistan und im Kongo. Die Bundeswehr hat unter anderem bereits mit den EU-Partnern Frankreich und Niederlanden jeweils ein gemeinsames Korps eingerichtet.
Merkel kündigte nach den Beratungen mit Chirac und Kaczynski im Rahmen des Weimarer Dreiecks auch einen Vorstoß für eine gemeinsame Diplomatenausbildung in den drei Staaten an: Dabei sollten die angehenden Diplomaten auf ihren Stationen in den Partnerstaaten mehr Verständnis für ihre Kollegen entwickeln. "Und das trägt natürlich dazu bei, dass wir uns näher kommen."










