(openPR) Hartz IV, was ist dies eigentlich? Fragt man die Menschen auf den Straßen, dann schütteln viele Passanten mit dem Kopf bzw. wollen noch nie etwas davon gehört haben. Widersprüchlich, denn auf Fragen, warum man zu dieser Tageszeit solche Fragen beantworten kann, reagierten manche doch recht kenntnisreich zum Thema Hartz.
Wie sehr das Wissen um den sozialen Abstieg bestellt ist, kann sich jeder an den kleinen Stichfragen erproben:
-> Kennen Sie die genaue Auflistung, wie sich der Hartz IV-Regelsatz von 345 € zusammensetzt.
-> Wird denn auch Strom und Wasser aus diesem Regelsatz bezahlt?
-> Welche vielen Zusatzleistungen bekommt ein “Hartz IV Empfänger”?
-> Muss ein Hartz IV-Bezieher immer erreichbar sein?
-> Darf sich ein Hartz IV-Bezieher ohne Erlaubnis aus dem Wirkungskreis der ARGE entfernen?
-> Kann man dem Hartz IV-Bezieher ALLE Leistungen streichen?
-> Gilt für einen Hartz IV-Bezieher das Grundgesetz noch, oder spielt dies vielfach keine Rolle mehr?
-> Bekommt ein 1 €-Jobber seine Krankheitstage bezahlt?
-> Wieviel Tage bezahlten Urlaub bekommt der 1 €-Jobber?
Weitere Fragen konnten nur die wenigsten Passanten beantworten. Trotz mächtiger Medienkampagnen und staatlich betriebener “Hetze”, sind nur Einige über ihre Rechte und Pflichten in der wachsenden Unterschicht aufgeklärt worden und sich nicht bewußt, welches Ausmaß schon der kleinste Fehler für sie haben kann.
Aber nicht nur bei den Unkundigen, machte sich eine Art “Zufriedenheit” mit der derzeitigen Lage breit. Der Grund bestand darin, dass man den Menschen eine Art “Rundumversorgung” - besser gestellt als der damaligen Sozialhilfe nach dem BSHG, suggeriert. Man glaubte sogar, dass Ein Euro Jobber Spitzengehälter neben dem “Schlaraffenlandzuschuss” erzielen könnten und jeder dumm beraten wäre, weiterhin arbeiten zu gehen. Völlig unbeachtet lies man dabei:
dass bei der Annahme eines 1 €-Jobs am Ende meist weniger Geld zur Verfügung steht als ohne 1 €-Job.
-> dass 1 €-Jobs zusätzlich und gemeinnützig ein sollen und auch der Qualifizierung dienen sollen.
-> dass der Missbrauch von 1 €-Jobs unverhältnismäßig hoch ist.
-> dass die Behandlung von 1 €-Jobbern, gerade bei Städten und Gemeinden, jeder Beschreibung spottet.
-> dass die einzige Vermittlungstätigkeit der SB in der Vermittlung von 1 €-Jobs besteht.
-> dass, wer einen 1 €-Job ablehnt mit erheblichen Sanktionen zu rechnen hat.
Entsetzen, Staunen, Ungläubigkeit, Kopfschüttelen und die Fragen, wie man unter solchen Umständen noch „richtig“ Leben kann, waren die Reaktionen der Befragten. 345 € im Monat sei “schon etwas knapp” bemessen, aber dafür werden alle sonstigen anfallenden Unkosten von Vater Staat übernommen, ist aber weiterhin die Meinung, welche sich ausbreitet. Jeder der Befragten, kennt solche Schicksale in seinem Umfeld und glaubt nicht an die Eigenbetroffenheit.
Sicherheit mit Angst?
Bei einem Rollenspiel mit “Spielgeld”, konnte sich jeder von den Befragten an Hand seiner Lebensweise testen, ob zum Leben noch genügend Geld vorhanden ist. Keiner der Kandidaten schaffte es jedoch, länger wie 3 Wochen den Kühlschrank befüllt zu lassen. Bei vielen Kandidaten endete dies bereits schon an der Fixkostenabgabe, welche den 345 Euro Betrag übertrafen. Im wahren Leben, würden diese Passanten kein ALG II mehr bekommen, denn sie wären bereits verhungert, oder der Gesellschaft entrechtet worden.
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