(openPR) FDP Haar schaltet zum Bahnprojekt Brenner-Nordzulauf nach der Kreis- auch die Bundesebene ein
Haar – Lkr. München/ Der Bericht in der Juli-Sitzung des Haarer Gemeinderats über informelle Gespräche mit der Bahn zum Ausbau der Brenner-Zulaufstrecke ließen beim Haarer Gemeinderat Dr. Peter Siemsen die Alarmglocken klingeln. „Eine Blockverdichtung des Güterverkehrs zwischen Grafing und Trudering unter Heranziehung der S-Bahngleise ist inakzeptabel“, hatte der FDP-Politiker bereits im Februar 2019 erklärt.
Damals noch ohne politisches Mandat hatte er das Thema auf die Agenda des offenen Forums für Kommunalpolitik gesetzt und aufgrund der gemeindeübergreifenden Tragweite des Projekts die kreispolitische Ebene eingebunden. Die am Forum formulierten Forderungen nach einer Engpassanalyse und Streckenertüchtigung nach Neubaustandard, was einen durchgängigen 4-spurigen Ausbau, digitale Steuerungssysteme und ausreichenden Lärmschutz für die Anwohner beinhaltete, mündeten in einen Antrag der Münchner FDP-Kreistagsfraktion. Der Mobilitätsausschuss des Landkreises bestätigte im Juli 2019 die Sichtweise mit überwältigender Mehrheit und beauftragte Landrat Christoph Göbel bei den zuständigen Behörden eine Klärung herbeizuführen.
„Die zuletzt stattgefundenen Gespräche der DB-Netz AG zum Streckenabschnitt Grafing-Trudering geben Anlass zur Sorge“, lautete auch die Einschätzung von FDP-Kreisrat Dr. Manfred Riederle, der die Liberalen seit Mai 2020 im Mobilitätsausschuss des Landkreises vertritt und kürzlich bei Landrat Göbel den aktuellen Sachstand nachfragte. Siemsen hatte ihn zeitnah eingebunden und beide waren sich sofort einig, dass der Bevölkerung in der verkehrsgeplagten Region weder weitere Lärmbelastungen noch Verschlechterungen des bereits jetzt chronisch überlasteten S-Bahn-Verkehrs zugemutet werden dürfen. Der Haarer FDP-Ortschef kündigte zudem an, nun auch die bundespolitische Ebene seiner Partei einzuschalten.
Bei einem derart bedeutenden Bahnverkehrsprojekt von europäischer Tragweite dürfe eine zukunftsfähige, moderne Gleisführung mit angemessenem Lärmschutzstandard nicht zur Diskussion stehen, so Siemsen. Angesichts der Verkehrsentwicklung im Großraum München und der hieraus resultierenden Notwendigkeit integrierter Mobilitätskonzepte sei eine Beeinträchtigung des S-Bahntakts durch Güterverkehr in keiner Weise hinnehmbar. „Wir werden mit offenem Visier für die Qualität unseres ÖPNV und den Lärmschutz unserer Anwohner kämpfen“, kündigte der FDP-Gemeinderat an.












